Donnerstag, 17.05.2012
18.06.2009
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Verbandsgeschichte

100 Jahre Handel im ZDK

Von Robert Rademacher

Als sich im Oktober 1909 in einem Kölner Hotel zwei Dutzend Autohändler trafen, um einen Automobil-Händlerverband zu gründen, war dieses Fortbewegungsmittel bereits mehr als zwanzig Jahre alt. Gilt doch bekanntlich das Jahr 1886 als Geburtsjahr des Autos. Auf übermäßig viel Sympathie war es in seinen ersten Lebensjahren – auch beim deutschen Staatsoberhaupt, bei Kaiser Wilhelm II – nicht gestoßen. Hatte dieser doch die selbstfahrenden Kutschen zunächst als "Stinkkarren" und als "technische Verirrung" bezeichnet. Aber selbst die negative Einstellung des Kaisers konnte den Erfolg des Automobils nicht aufhalten. Deshalb machte es für die deutschen "Motorfahrzeug-Industriellen" Sinn, zur Wahrung ihrer Interessen bereits im Jahre 1901 einen Verband zu gründen, aus dem dann später der Verband der Automobilindustrie (VDA) hervorging. Sitten verbessern Wie leicht nachvollziehbar ist, fühlten sich die Autohändler von diesem Verband nicht unbedingt umfassend und zielgerichtet mit vertreten. Zudem ging es den Händlern bei ihrer Verbandsgründung zunächst ganz wesentlich darum, die Sitten im Handel zu verbessern. Denn bereits damals gab es die Unsitte der Rabattschleuderei. Eines erkannten die ausschließlich aus dem Rheinland und aus Westfalen stammenden Verbandsgründer damals sehr bald. Wenn ein Verband politisch gehört werden will, um etwas zu bewirken, muss er mit einer starken Stimme sprechen! Insofern war es folgerichtig, dass der in Köln gegründete Verband sich schon wenige Monate später auf das Reichsgebiet ausdehnte. Die sehr erfreuliche Mitgliederentwicklung des Deutschen Automobil-Händler-Verbandes (DAHV) wird 1914 mit Ausbruch des ersten Weltkriegs abrupt gestoppt. Doch auch nach Ende des Krieges geht es nicht sofort wieder los. Denn in den folgenden vier Jahren leidet das Deutsche Reich unter inneren Unruhen, unter Hungersnöten und einer immer stärker werdenden Inflation. Auf dem Höhepunkt derselben kostet ein Liter Milch 8,6 Milliarden Mark. Im November 1923 wird aus einer Billion Mark eine neue Rentenmark, die dann im Folgejahr in Reichsmark umgetauft wird.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Währungsreform 1924

 

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