22.02.2013
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83. Genfer Automobilsalon
 

Alfa Romeo präsentiert die Serienversion des Sportwagens "Alfa Romeo 4C".

Von Stand zu Stand - Teil 1

Den Automobilfrühling 2013 eröffnet der 83. Genfer Automobilsalon (7. bis 17. März). Die Veranstalter erwarten mindestens 700.000 Besucher auf den etwa 102.000 Quadratmetern des Messegeländes. Rund 700 Aussteller aus über 30 Ländern präsentieren alleine mehr als 900 Autos. Die jährliche Frühjahrs-Autoschau der Superlative polarisiert in diesem Jahr wie selten zuvor die Gewinner und Verlierer. In sieben Folgen stellen wir die wichtigsten Auto-Highlights vor.

Alfa Romeo

Die Italiener trumpfen im März 2013 groß auf. Sie präsentieren die Serienversion des Sportwagens "Alfa Romeo 4C". Die Studie des Coupés zählte 2011 zu den Stars des Genfer Salons. Mit der Vorstellung des produktionsreifen 4C fällt der Startschuss für die Rückkehr der italienischen Traditionsmarke auf den amerikanischen Markt, von dem sich Alfa 1994 zurückgezogen hatte. Der extrovertierte, lediglich 1,18 Meter hohe Mittelmotorsportler soll die Herzen der Amerikaner mit reichlich Emotionen öffnen. Dazu gesellen sich zahlreiche technische Innovationen wie ein Chassis aus Leichtmetall und Kohlefaser, das das Gesamtgewicht des 4C auf unter 1.000 Kilo drückt.

Mit den Leistungsangaben des neu entwickelten und hinter den Sitzen quer eingebauten 1,8-Liter-Vierzylinders hält sich der Hersteller zurück. Als wahrscheinlich gelten 173 kW/235 PS. Mit Doppelkupplungsgetriebe und verschiedenen Fahrprogrammen, Euro 6-Einstufung für den Motor, einem sportlichen Interieur mit Rennschalensitzen und Kohlefaserlaminat wird der Preis des Alfa Romeo 4C rund 45 000 Euro betragen. Die Fertigung erfolgt bei Maserati.

Neben dem 4C zeigt Alfa als Weltpremiere die Studie "Gloria". Mit dem 4,7 Meter langen Sportcoupé orientieren sich die Italiener am Geschmack der avisierten Wachstumsmärkte USA und Asien. Die Studie zeichnet sich durch vorne und hinten angeschlagene Portaltüren nach Vorbild des Mazda RX-8 aus und orientiert sich an Vorbildern wie dem Audi A5 Sportback. Bei der Motorisierung will sich Alfa bei der Konzernschwester Maserati bedienen. Zum Einsatz können V6- und V8-Benziner kommen, die ein Leistungsspektrum von 320 kW / 410 PS bis 390 kW / 530 PS abdecken.

Alpina

Der Kleinserienhersteller Alpina aus Buchloe im Allgäu hat wieder eine Weltpremiere vorbereitet. Die jüngste Generation des "B3" umfasst Limousine und den Kombi "Touring" der 3er-Reihe von BMW. Die Techniker kombinierten den Dreiliter-Reihensechszylinder von BMW für den "B3 F30" mit einer Turbo-Aufladung für ein Leistungsangebot von rund 300 kW/408 PS. Die Kraftübertragung verwaltet eine Achtgang-Automatik von ZF. Der Antrieb lässt sich sowohl mit Hinterrad- wie mit Allradantrieb kombinieren. Die Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 gelingt in weniger als fünf Sekunden. Und da Alpina traditionell wenig von gedrosselter Höchstgeschwindigkeit hält, sind mehr als 300 km/h Spitzentempo möglich. Die Technik lässt sich auch problemlos in den neuen Dreier-GT übertragen, der bei BMW seine Premiere feiert. Dem "B3 F30" entsprechende Interpretationen von Alpina für die künftigen Zweitürer der BMW 4er-Reihe (Coupé, Cabriolet) sind gleichermaßen denkbar.

Als zweite Neuheit bei Alpina geht der Nachfolger des Alpina D3 Biturbo an den Start. Der Vorgänger hat sich mit seinem leistungsgesteigerten Diesel als Bestseller im Programm der Allgäuer erwiesen.

Aston Martin

Im Juni 2012 hatte Aston Martin den Vanquish vorgestellt. Als Top-Sportler des Hauses tritt das Coupé seitdem mit einem V12-Motor die Nachfolge des DBS an, der aus sechs Litern Hubraum 421 kW / 573 PS entwickelt. Nun steht die Weltpremiere der offenen Version auf dem Programm. Der 4,7 Meter lange Zweisitzer erhält den identischen Motor wie das Coupé. Auch an der Kraftübertragung mit einer Sechsgang-Automatik von ZF an die Hinterräder ändert sich nichts. Die Briten wiederstehen beim Verdeck dem Trend der Konkurrenz, feste Dächer anzubieten und statten den offenen Vanquish mit einem traditionellen Stoffverdeck aus.

Zudem verpasst der englische Sportwagen-Spezialist Aston Martin dem viersitzigen Sportler Rapid eine umfassende Überarbeitung. Der neue, erheblich leistungsgesteigerte Rapid S löst künftig das seit 2009 gebaute Modell ab. Aston Martin folgt seit 2009 dem Trend zu viertürigen Luxus-Coupés mit hohem Leistungspotential. Da sich der Rapid inzwischen mit einer wachsenden Zahl Konkurrenten vom Schlage eines Porsche Panamera Turbo S oder Mercedes CLS 6.3 AMG erwehren muss, spendierten die Briten ihrem Viersitzer eine so gründliche Überarbeitung, dass sie von einem neuen Modell sprechen.

Der Rapid S ist am deutlich größeren Kühler erkennbar. Das aerodynamisch optimierte Heck erhält einen höher platzierten Bürzel, um bessere Abtriebswerte auf der Hinterachse zu generieren. Der V12 mit sechs Litern Hubraum dreht nun 750 U/min höher und liefert somit bei 6.750 U/min eine Leistung von jetzt 411 kW / 558 PS. Das sind 81 PS mehr als beim aktuellen Rapid. Der Rapid S sprintet aus dem Stand in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 und rennt maximal 306 km/h. Ein überarbeitetes Fahrwerk, das aufgewertete Interieur und zahlreiche Optionen ergänzen das Angebot für den Rapid S, der ab Ende Februar bestellt werden darf. Zu den Preisen hüllt sich der Hersteller noch in Schweigen. (mid/tl)

 
 

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