Bilanz: Absatzkrise erwischt VW-Konzern

06.02.2009 11:05 Uhr
Im Januar konnte auch Audi der Absatzkrise nicht mehr trotzen. Der weltweite Absatz sank um knapp 30 Prozent.

Die Absatzkrise hat im Januar auch den Volkswagen-Konzern erwischt. Der weltweite Absatz brach um ein Fünftel ein. Bei der bislang krisenfesten Tochter Audi sank der Absatz im Januar sogar um knapp 30 Prozent.

Die dramatische Krise in der Autoindustrie hat auch Europas größten Autokonzern Volkswagen zu Jahresbeginn voll erwischt. Im Januar brach der weltweite Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund ein Fünftel ein, wie es am Freitag in Unternehmenskreisen hieß. Bei der bislang erfolgsverwöhnten VW-Tochter Audi sank der Absatz im Januar sogar um mehr als 28 Prozent. Das teilte Audi in Ingolstadt mit. Für das Gesamtjahr rechnet VW früheren Angaben zufolge konzernweit mit einem Absatzeinbruch von rund zehn Prozent, für den Gesamtmarkt aber noch mit einem stärkeren Rückgang. Volkswagen hatte bereits angekündigt, der Konzern drohe im ersten Quartal 2009 in die roten Zahlen zu rutschen. Bei Audi sank der Absatz im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat weltweit um mehr als 28 Prozent auf gut 56.000 Autos. Neben der schwierigen Lage am Markt ist Audi zufolge dabei aber auch zu berücksichtigen, dass die Einführung des neuen A4 Anfang 2008 für einen Absatzschub gesorgt hatte. Sechs "Neue" für Audi "Dieses Jahr wird für niemanden einfach", sagte Audi-Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer. Audi setze nun vor allem auf neue Modelle. Allein im ersten Halbjahr 2009 sei der Start von sechs neuen Autos geplant.

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KOMMENTARE

HP Schuetz

06.02.2009 - 17:51 Uhr

Das nennt man wohl an den eigenen Zielen scheitern. Nachdem schon relativ früh die "Marschroute" ausgegeben wurde die 1.Mio Marke zu knacken - kam die allgemine Absatz- und Finanzkrise dazwischen. Kaum ein anderer Hersteller hat in den letzten Monaten des Jahres 08 den Verkauf und die Hersteller- und Händlerzulassungen so massiv unterstützt, um das ausgegebene Ziel zu erreichen - mit der Folge, dass fast überall auf diesem Planeten die Ingolstätter Premiumfahrzeuge auf Halde stehen. Für dieses kurzfristige Erfolgsdenken wird AUDI wohl in diesen Jahr die Quittung bekommen: Die Lagerfahrzeuge werden über den Preis auf den Markt geworfen, mit allen bekannten Folgen....GW Preis, Imageverlust, Rendite, Händlersterben, usw. ( siehe Opel und Ford). Keine Glanzleistung des Herrn der Ringe!


Typisch

06.02.2009 - 20:36 Uhr

Ist doch klar, wenn Audi jetzt einbricht. Die über eine Millionen "verkauften" Fahrzeuge müssen auch wirklich irgendwann einmal verkauft werden...


Mike Nüller

10.02.2009 - 09:01 Uhr

Das ist richtig: Den Händler wurden im Dezember nochmals Autos auf den Hof gedrückt. Die Lager sind eh voll und zwar zu Bestandswerten, die deutlich über den Marktwerten liegen. Die Händler wird es treffen und nicht den Hersteller. Der spielt sich dann als Retter auf und übernimmt zu überhöhten Preisen weitere Händler.


W124-300E

10.02.2009 - 21:38 Uhr

Ob Audi auch dieses Jahr die Millionenmarke überschreiten wird? Anhand der Januar-Zahlen darf dies wohl bezweifelt werden.


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