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Abwrackprämie treibt Suzuki-Verkäufe auf Allzeithoch
von Bernd Dohrmann
Wenige Monate vor Vollendung der 30-jährigen Marktpräsenz in Deutschland hat Suzuki seinen Pkw-Neuzulassungsrekord aus 1992 gebrochen. Dank Umweltprämie bracht die japanische Marke zwischen Januar und August 45.341 neue Pkw auf die Straße. Vor 17 Jahren waren es 42.398 Fahrzeuge. Wachstumstreiber 2009 waren bislang die Klein- und Kompaktfahrzeuge Alto, Splash und Swift. Der Marktanteil stieg von 1,2 (2008) auf aktuell 1,7 Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet der Importeur mit rund 60.000 Neuanmeldungen und einem Marktanteil von 1,7 Prozent. 2010 sollen es 1,3 Prozent sein. Nach Angaben von Suzuki-Marketingchefin Susanne Franz haben die Umweltprämien-Verkäufe einen Anteil von rund einem Drittel. Exakte Zahlen seien vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle voraussichtlich erst Ende des Jahres zu erwarten. Das Unternehmen geht davon aus, dass alle mit der Prämie zusammenhängenden NW-Auslieferungen auch bis dahin abgeschlossen sind. Franz hat die Besonderheiten der Prämien-Geschäfte für die japanische Marke untersucht und festgestellt, dass sich seit Anfang 2009 auch das Bezahlverhalten der Kunden deutlich verändert hat: "Der Anteil der Barzahler ist – soweit dies aus den bisher vorliegenden Unterlagen ersichtlich ist – von 32 auf 40 Prozent gestiegen, der Bereich Leasing ist dagegen bei den Geschäften ohne Umweltprämie um acht Prozentpunkte auf 18 Prozent zurückgegangen." Umweltprämie als Leasinganzahlung Bei den Kunden, die ihren neuen Suzuki unter Zuhilfenahme der Umweltprämie erworben haben, lag der Leasing-Anteil laut Franz dagegen bei 22 Prozent. "Viele Kunden haben die 2.500 Euro Prämie als Leasing-Anzahlung genutzt", so die Marketingexpertin. Bei der Mehrheit sei jedoch die Prämie in höhere Ausstattung investiert worden. Bei den neu gewonnenen Kunden sei das Durchschnittsalter von 53 Jahren im vergangenen Jahr auf jetzt 48 Jahre gesunken. Bei den Prämien-Geschäften habe der Importeur auf spezielle Aktionspreise und -nachlässe verzichtet. Franz: "Wir wollen und können nicht bei Marketing-Aktionen über die Marge der Händler verfügen. Das passt nicht zu unserer Fairplay-Politik."
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Umweltschutz und TV-Präsenz statt Preisnachlass
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