Donnerstag, 17.05.2012
22.02.2012
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Rekord-Spritpreise

Regierung gegen höhere Pendlerpauschale

Die Bundesregierung lehnt eine Erhöhung der Pendlerpauschale wegen der derzeit sehr hohen Benzinpreise ab. "Eine Überprüfung ist im Augenblick bei uns nicht angedacht", sagte eine Sprecherin von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Mittwoch in Berlin. Diese Forderungen würden regelmäßig erhoben, wenn die Benzinpreise hoch seien. Die Entfernungspauschale sei jedoch eine verkehrsmittelunabhängige Pauschale. "Sie ist losgelöst von den tatsächlichen Kosten", betonte die Sprecherin.

Der ADAC hatte sich wegen der hohen Benzinpreise für eine Erhöhung der Pendlerpauschale stark gemacht. "Besonders die Pendler leiden unter den weiterhin sehr hohen Sprit-Preisen", sagte ADAC-Präsident Peter Meyer der "Bild"-Zeitung. "Eine deutliche Erhöhung der Entfernungspauschale ist meiner Meinung nach alternativlos."

Auch der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) fordert dies. "Dem Staat fließen jährlich über 40 Milliarden Euro aus der Mineralölsteuer zu", sagte BVMW-Präsident Mario Ohoven der Zeitung. "Der Staat muss entweder die Steuern auf Benzin deutlich senken oder die Kilometerpauschale von heute 30 auf 40 Cent je Kilometer erhöhen. Davon würden Millionen Berufspendler profitieren."

Der Bund der Steuerzahler sprach sich angesichts der Spritpreise ebenfalls für eine kräftige Anhebung der Pendlerpauschale aus. "Längst decken die steuerlich berücksichtigten 30 Cent je Entfernungskilometer die tatsächlichen Kosten für den Weg zur Arbeit nicht mehr ab", sagte Steuerzahlerbund-Präsident Karl-Heinz Däke der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstag). Seit 2004 seien die Preise um ein Drittel gestiegen, deshalb sollte auch die Entfernungspauschale auf 40 Cent je Entfernungskilometer angehoben werden, so Däke. Ein Steuerzahler, der an 220 Tagen zur Arbeit fährt, müsse bei einem Arbeitsweg von 50 Kilometern derzeit eine Deckungslücke von bis zu 2.500 Euro verkraften. (dpa)

 
 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

23. Februar 2012 11:42
Ernst meint:
Ich verstehe dies alles nicht. Die Pendlerpauschale gehört gänzlich abgeschafft. Wenn jemand z.B. 100 Kilometer von seinem Wohnort entfernt arbeitet hindert ihn keiner daran dorthin oder in die Nähe zu ziehen. Wenn der Betroffene dies nicht umsetzt, ist das sein Privatvergnügen und kann nicht Problem der Steuerzahler sein.


23. Februar 2012 08:40
R.Pölderl meint:
Was soll diese Diskussion?

Jedes kleine Kind weiß, daß der Finanzminister frohlockt, wenn die Spritpreise hoch sind = mehr Steuereinnahmen. Er wird sich hüten, daran was zu ändern....bis...ja bis das Volk endlich mal reagiert!

Wieso nimmt mann die Rohstoffe (Öl und Energie)weltweit nicht einfach vom Speukulationsmarkt? Wieso darf man auf Steigen von Preisen wetten/spekulieren? Wieso darf man das auch bei Nahrungsmitteln, wenn dadurch weltweit noch mehr Menschen jämmerlich sterben?

Eine der Todsünden lautet "Maßlosigkeit/Völlerei" und die wird hoffenlich bald bestraft auf dieser Welt!


22. Februar 2012 20:07
K. Wempe meint:
"Die Entfernungspauschale sei jedoch eine verkehrsmittelunabhängige Pauschale. "Sie ist losgelöst von den tatsächlichen Kosten", betonte die Sprecherin."

Die Politik ist schon lange losgelöst von den tatsächlichen Gegebenheiten, Beispiele gäbe es genug.

Im Januar 2002 habe ich 80 Cent für den Liter Diesel gezahlt, heute habe ich für 152,9 Cent getankt. Mein Lohn hat sich in dieser Zeit leider nicht verdoppelt, sondern ist gerade mal um 10% gestiegen (Tarifflucht der Arbeitgeber sei Dank). die zusätzlichen Kosten für Lebenshaltung, Kraftstoff, Strom, Gas, Müllabfuhr, Abwasser, Versicherung, Zusatzvorsorge (allein 150 € pro Monat für Riester, GKV-Zusatzversicherung, Pflege) etc. etc. sind damit nicht zu deckeln.

Mit meinen Steuergeldern habe ich zwischenzeitlich Banken und EU-Länder gerettet, vom Soli mal ganz zu schweigen. Jetzt wäre mal ein wenig Cash back angesagt. Ach ja, der "Ehrensold der diversen Präsidenten muss ja auch noch gezahlt werden. Hatte ich glatt vergessen...

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