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Autokauf
Am Internet führt kein Weg mehr vorbei
Das Internet hat die Führungsrolle für Informationen rund um den privaten Autokauf übernommen. Das ist das zentrale Ergebnis der Studie "Cars Online 2008" des Beratungsunternehmens Capgemini. Demnach nutzen neun von zehn Kunden das World Wide Web, um sich im Vorfeld ihrer Investition über Modelle, Preise und Ausstattungsvarianten zu informieren. Zum Vergleich: 1999 waren es nur elf Prozent. Selbst den Fahrzeugkauf im Netz können sich mittlerweile 44 Prozent der Interessenten vorstellen. Auch wenn das veränderte Informationsverhalten mit dem allgemeinen Bedeutungsaufschwung des Internets einhergeht – die Autobranche hat mit dieser Entwicklung nicht immer Schritt gehalten. "Händler wie Hersteller haben es bis heute nicht richtig geschafft, die Online-Welten mit einem intensiven 'Live'-Erlebnis zu verbinden", kritisiert Capgemini-Autoexperte Steffen Elsässer. Gerade bei negativen Markttrends könnten sich die Marktteilnehmer über "ein über alle Medien und Kanäle integriertes Kundenerlebnis" von der Konkurrenz abheben. Industrie und Handel müssen laut Elsässer dabei beachten, dass mit der steigenden Bedeutung des Internets auch die Erwartungshaltung der Verbraucher in puncto Informationsqualität und -geschwindigkeit zugenommen hat. "Kaufentscheidungen werden heute unter anderen Gesichtspunkten gefällt, Händler haben bei besser informierten Kunden weniger Verhandlungsspielraum", so der Berater. Dauere etwa eine Anfrage zu lange, suche sich fast die Hälfte der Interessierten einen neuen Händler, zwölf Prozent sogar einen anderen Hersteller.
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(Foto: Michael Gottschalk/ddp)
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