Donnerstag, 17.05.2012
12.02.2009
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Branchenmesse

AMI leidet unter Ausstellerschwund

Die Krise der Automobil-Branche wird ihre Spuren auch auf den Leipziger Automessen AMI und Amitec hinterlassen. "In diesem Jahr werden nach dem aktuellen Stand 40 Automarken vertreten sein", sagte Messe-Chef Wolfgang Marzin am Donnerstag in Frankfurt am Main. Im Vorjahr hatten sich noch 50 Hersteller auf der AMI präsentiert. Abgesagt haben u.a. BMW, Mitsubishi, Chrysler, Saab, Volvo und Dodge (wir berichteten). Aktuell gebe es keine Anzeichen für weitere Absagen, sagte ein Messesprecher gegenüber AUTOHAUS Online. Offiziell rechnen die Veranstalter für AMI und Amitec mit insgesamt 450 Austellern. Die 40 Pkw-Marken würden voraussichtlich über 60 Modell-Premieren präsentieren. Der Präsident des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Volker Lange, zeigte sich von der Absagewelle nicht überrascht. In einem Moment, da Marken wie Volvo, Saab und Chrysler zur Disposition stünden, sei es schwer, die Konzernzentralen in den USA von einem Messeauftritt in Leipzig zu überzeugen, sagte er am Donnerstag. Wie schon im vergangenen Jahr sind auch Seat, Land Rover und Jaguar nicht auf der Käufer- und Kundenmesse vertreten. Die Gespräche mit Nissan sind den Angaben zufolge noch nicht abgeschlossen. Nach den Hersteller-Rückziehern trifft es nun auch die parallel stattfindende Werkstattfachmesse Amitec. So wird die KÜS in diesem Jahr nicht in der sächsischen Metropole vertreten sein. Die Überwachungsorganisation begründete den Schritt am Donnerstag mit "fehlenden und zu geringen Besucher- und Kundenkontakten" auf dem KÜS-Stand in den vergangenen Jahren. Die bundesweite Öffentlichkeitsarbeit stehe im Vordergrund – zum Nutzen aller Partner, sagte Bundesgeschäftsführer Peter Schuler. Derzeit bewerte man andere PR-Möglichkeiten positiver als den Messeauftritt in Leipzig. An der IAA 2009 werde die KÜS aber "in der gewohnten Art und Weise" teilnehmen. Keine Besucherprognose Angesichts der Absagen hält sich Marzin mit Prognosen zu den Besucherzahlen zurück. Der Messe-Chef hofft allerdings, dass die staatliche Umweltprämie für alte Autos und die Neuregelung der Kfz-Steuer den Neuwagenkauf ankurbeln und damit die AMI für das Publikum attraktiver machen könnten. Im Vorjahr erreichte die Messe die Rekordzahl von 293.000 Besuchern.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: VDIK warnt vor Panikmache bei Umweltprämie

 
 

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