Tata Motors setzt die Arbeit in seiner Fabrik in Singur zur Produktion des Billigautos Nano trotz Ende der Proteste von Bauern weiter aus. Das teilte der indische Autohersteller am Montag mit. Am Sonntag hatten Bauern in Singur in West-Bengalen ihre Proteste beendet, nachdem die Regierung des ostindischen Bundesstaats ihnen Land zugesagt hatte. Unklar blieb, woher das Land kommen sollte. Tata teilte am Montag mit, der Einigung mangele es an "Klarheit". Die von der Opposition in West-Bengalen unterstützten Bauern demonstrierten für eine Rückgabe von knapp der Hälfte des Landes, auf dem Tata die Nano-Fabrik errichtet hat. Die Bauern hatten am 24. August mit der Blockade des Werks begonnen. Sie kritisierten, das Land sei von der kommunistischen Regierung des Bundesstaats "gewaltsam akquiriert" worden. Tata Motors hatte die Arbeit in dem Werk in der vergangenen Woche mit der Begründung ausgesetzt, die Arbeiter fühlten sich bedroht. Das Unternehmen drohte zugleich an, das Projekt in einen anderen Bundesstaat zu verlegen. Zu einem Preis von 100.000 Rupien (knapp 1.560 Euro) soll der Nano das billigste Auto der Welt werden. Er sollte ursprünglich von Oktober an ausgeliefert werden. (dpa)
Trotz Ende von Protesten: Arbeit am Werk für Tata Nano ruht weiter
Das "billigste Auto der Welt" kommt immer später: Der indische Autobauer setzt die Arbeit in seiner Fabrik in Singur weiter aus, obwohl sich die Regierung mit den protestierenden Bauern auf Kompensation geeinigt hat.