Mittwoch, 16.05.2012
04.06.2009
Share |
Analyse

Asiatische Hersteller sind Nutznießer der Abwrackprämie

Mit Hilfe der deutschen Steuermilliarden für die Abwrackprämie hat vor allem die asiatische Autoindustrie ihre Marktanteile in Deutschland erhöht. Das haben am Donnerstag veröffentlichte Berechnungen der Strategieberatung Simon-Kucher in Bonn ergeben. Die weltweit führende Preisberatung hatte die bisherigen Marktanteile im Kleinwagensegment mit den Marktanteilen bei den Verkäufen per Abwrackprämie verglichen. Als einziger deutscher Hersteller hat demnach Volkswagen aufgrund der Prämie den Marktanteil erhöhen können. Die anderen deutschen Hersteller verloren Marktanteile, darunter auch Ford und Opel. Profiteure waren vor allem die Koreaner. Der Marktanteil des koreanischen Autobauers Kia im Kleinwagensegment lag um das Dreifache über dem bisherigen. Die Schwestermarke Hyundai konnte seinen Anteil mehr als verdoppeln. Mazda legte um 60 Prozent zu, Subaru um 50 Prozent und Honda um 29 Prozent. Als einziger deutscher Hersteller im Plus folgt VW an sechster Stelle mit 25 Prozent höherem Marktanteil. Entgegen den Erwartungen verloren die französischen Fabrikate Marktanteile. Auch das Premiumsegment, in dem die Deutschen stark präsent sind, habe von der Abwrackprämie so gut wie gar nicht profitiert. Die Marktanteile der asiatischen Autohersteller liegen bei allen Neuzulassungen in Deutschland von Januar bis Mai 2009 im unteren einstelligen Prozentbereich. Kia, Mazda und Honda haben nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes einen Marktanteil von weniger als zwei Prozent. Der Anteil von Hyundai beträgt knapp drei Prozent. 7,6 Prozent aller Neuzulassungen entfallen auf Ford, neun Prozent auf Opel. Jeder fünfte neu zugelassene Pkw kommt von VW. (dpa) Weitere Details sind in der Downloadbox abrufbar.

 
 
 

Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

05. Juni 2009 13:48
Besserwisser meint:
Anfang Juni einen Kommentar zu veröffentlichen der sich auf eine S&K Auswertung vom 27.3.09 bezieht(d.h. wahrscheinlich KBA-Zahlen Februar) ist nicht gerade tagesaktuell.

Auch die Aussagekraft ist ziemlich eingeschränkt.

Interessanter wäre es zu wisse um wieviel Mio/Mrd. EURO diese Hersteller Ihre Verkaufsförderung 2009 dank deutscher Steuermittel kürzen konnten.

Dies ist dann via die Werksabgabepreise der Produzenten an die Importeure (die sich in der Regel automatisch anpassen) ein direkter Geldabfluß aus Deutschland. Und die gleiche Regierung erzählt uns man könne die Unterstützung für Opel kontrolliert im Inland halten :-)

Hauptsache man glaubt daran .. (im "Superwahljahr")


05. Juni 2009 12:16
lauiman meint:
Da sieht man mal wieder, wieviel Geld man in unfähige Unternehmens- bzw. Strategieberater stecken kann und wie man eine Tabelles/Statistik bis ins absurde "manipulieren" darf.

Diese vollkommen bescheuerte Auswertung (Dateidownload "Umweltprämie Gewinner/Verlierer Chart) wird jedem Fachmann hier vor Lachen die Tränen in die Augen treiben. Bitte unbedingt ansehen !
Fiat und Skoda sind also "Verlierer" ; z.B. Subaru ein "Gewinner" - selten so etwas dummes gelesen.
Die einzigen Verlierer sind Renault und Nissan, die lt. KBA per Ende April ein zweistelliges Minus zum Vorjahr fahren.

Die Premiummarken sollten in dieser Statistik ganz fehlen, da sie praktisch keine Fahrzeuge im bewerteten Segment anbieten.


05. Juni 2009 11:50
Johanna meint:
Hm...Nutznießer...finde ich etwas zu überspitzt! Schließlich werden die asiatischen Fahrzeuge hier in Deutschland von deutschen Verkäufern verkauft und von deutschen Monteuren in den folgenden Jahren gewartet und repariert...die deutschen Automobilhändler verdienen doch auch etwas daran - oder sehe ich das falsch? Natürlich wäre es schöner gewesen für die sog. "deutschen Marken", wenn nur für diese Fahrzeuge die Prämie gelten würde - das riesen Problem daran ist nur, dass alle Hersteller "Global Player" sind! Bei Ford dürfte zum Beispiel die Umweltprämie nicht für den Ka gelten, weil der in Polen gebaut wird? Der S-Max, Galaxy und Mondeo kommen aus Genk (Belgien)...aber da Henry Ford auch ein Ami war ... Jetzt ist es eh zu spät und wir müssen schauen, was wir Autoverkäufer im Jahr 2010 machen - Autos verkaufen werden wir auf jeden Fall nur wenig. Das steht für den Privatkundensektor schon mal fest!
Mit den Subventionen ist das so ne Sache - einer bleibt immer auf der Strecke, weil einfach auf der ganzen Welt einfach nicht genug Geld zur Verfügung steht, um ALLE zu retten.

8 Leserbriefe (Anzeige 1 bis 3)
1 | 2 | 3

"HB ohne Filter" vom 11. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute u.a.: Subaru Treffpunkt Service, Stracke bei der Kfz-Innung, Dello Service Zentrum, Managergehälter. MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

Professionelles Teile- und Zubehörmanagement im Autohaus

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Teile- und Zubehörlager ertragreich managen! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr