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NW- und GW-Vermittlung
ATU bleibt auf Handelskurs
Neben seiner Vermittlertätigkeit bei Neuwagen tritt die Kfz-Servicekette ATU seit kurzem auch als GW-Makler auf. "Seit ein paar Wochen arbeiten wir bei der Gebrauchtwagenvermittlung mit der Streicher Automobile GmbH zusammen", erklärte ein Unternehmenssprecher am Freitag in Weiden gegenüber AUTOHAUS Online. Der Verkauf erfolge ausschließlich über das Internet. Die frische Offerte, die noch nicht offensiv kommuniziert wurde, beschränkt sich bislang auf vier Fahrzeugangebote auf der ATU-Internetseite – ein Link führt den Nutzer dann zum Gebrauchtwagenbestand von Streicher. Dort sind momentan 80 junge Gebrauchte von sechs Pkw-Marken gelistet (Stand: 26. März 2010). Finanzierung, Lieferung/Übergabe, Garantieleistungen und Inzahlungnahme laufen ausschließlich über den Lallinger Händler. Einen Schritt weiter ist ATU bei seinem Engagement im Neuwagenhandel: Nach fast einjähriger Testphase hat die Kfz-Servicekette nun die Weiterführung der Aktivitäten beschlossen. "Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung in diesem Bereich, auch was den Ablauf in unseren Filialen und unseren Partner Delta Car Trade betrifft", erklärte der Sprecher. Zu Stückzahlen und Umsatz schwieg er sich aus. Beliebt bei Kunden seien vor allem Kleinwagen und Mittelklasse-Fahrzeuge. Ein Abflauen des NW-Geschäfts nach dem Ende der Umweltprämie wollte der Sprecher nicht bestätigen: "In unseren Filialen und vor allem auf der Homepage herrscht nach wie vor reges Interesse." Derzeit führt ATU in seinen Filialen bundesweit 51 so genannte "Mehrmarken-Verkaufstützpunkte", an denen je nach Standort zwei bis drei Fachberater Neu- und Lagerwagen von 30 Pkw-Marken "zu besonders günstigen Konditionen" anbieten, verkaufen und in Kundenhand übergeben. Lieferquelle ist der Schweizer Multimarken-Großhändler Delta Car Trade. Als weitere Dienstleistungen werden u.a. Gebrauchtwagen-Inzahlungnahme und Finanzierungslösungen angeboten. Konzentration auf Kerngeschäft Eine Ausweitung der NW-Handelsaktivitäten auf weitere Filialen sei mittelfristig nicht geplant, betonte der Sprecher. Kerngeschäft bleibe der Autoservice, die Vermittlung von Neu- und Gebrauchtwagen sei nur als "ergänzendes Element" zu sehen. Das Unternehmen wolle sich im Jubiläumsjahr auf seine eigentlichen Stärken im Werkstattgeschäft, vor allem im Schnellservice, besinnen. ATU stehe für "schnell, gut, günstig". Aktuell wollen die ATU-Werkstätten bei der Sommerumbereifung gegenüber dem Markenservice punkten: "Hier sind wir mit unseren Preisen sehr gut aufgestellt." ATU Auto Teile Unger wurde 1985 gegründet und gehört seit 2004 der US-Investmentgesellschaft KKR (Kohlberg Kravis Roberts). Die Kette betreibt europaweit rund 650 Werkstätten, 600 davon allein in Deutschland. Die insgesamt 13.000 Mitarbeiter erwirtschafteten 2009 einen Umsatz von 1,24 Milliarden Euro (2008: 1,29 Milliarden Euro). Der Verlust wurde von minus 116 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 47 Millionen Euro reduziert. (rp)
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(Foto: ATU)
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