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MAG-Insolvenz
Auch Georg von Opel in Finanznot
Nach den Corsmann-Autohäusern sind mit Georg von Opel und Herlmetz weitere Tochtergesellschaften der angeschlagenen MAG Metz GmbH zahlungsunfähig. Der traditionsreiche Händler mit Sitz in Frankfurt am Main meldete am Dienstag Insolvenz an – zum zweiten Mal nach 2006. Das Amtsgericht Bielefeld bestellte Stefan Meyer aus Lübbecke zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Der Rechtsanwalt betreut auch die Verfahren von MAG und Corsmann (wir berichteten). Meyer war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Georg von Opel war bereits vor dreieinhalb Jahren in Zahlungsschwierigkeiten. Aus der Insolvenz ging die Autohaus G.V.O. GmbH mit Vertriebsaktivitäten im Rhein-Main-Gebiet und Würzburg hervor. Mitte 2008 übernahm schließlich die MAG die Regie. In sieben Autohäusern vertreten rund 100 Mitarbeiter die GM-Marken Opel, Chevrolet, Cadillac und Corvette sowie Hummer. Das Unternehmen wurde 1936 von Georg von Opel gegründet, nachdem die Familie Opel die Fahrzeugproduktion 1929 an den US-Konzern General Motors verkauft hatte. Im September 2005 übernahmen mehrere Investoren unter Führung der Deutschen Bank die Gruppe zu 51 Prozent. Ein Jahr später wurde das Insolvenzverfahren eröffnet, nachdem das Geschäft nicht aus den roten Zahlen herausgekommen war. Jahrelanger Überlebenskampf Die Anfang 2007 eingeleitete Sanierung war mit schmerzhaften Einschnitten verbunden: Rund die Hälfte der ehemals 26 Autohäuser des Unternehmens wurde stillgelegt. Der Standort in Bonn wurde bereits damals an die MAG übertragen, zwei weitere Filialen gingen an regionale Händlergruppen. Neben Georg von Opel meldete auch die Dessauer Autohaus Herlmetz GmbH am Dienstag Insolvenz an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde nach einem Beschluss des Amtsgerichts Stendal der Jurist Volkhard Frenzel aus Halle bestellt. Herlmetz betreibt fünf Autohäuser in Bitterfeld, Dessau, Gräfenhainichen, Wolfen und Zerbst und vertritt die Marken Opel, Alfa Romeo, Honda und Kia. MAG Metz hatte vor einer Woche Insolvenzantrag gestellt. Die Autohaus-Gruppe, die bundesweit unter der Marke "MAG Autowelt" auftritt und etwa 850 Mitarbeiter beschäftigt, will sich mit diesem Schritt konsolidieren. Die Übernahme von Georg von Opel gilt in Branchenkreisen als ein Grund für die finanziellen Schwierigkeiten. (rp)
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(Foto: Pixelio/Georg von Opel/AHO-Montage)
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