Dienstag, 07.02.2012
14.11.2008
Share |
Finanzmarktkrise

Auch GMAC prüft Rettungspaket
von Ralf Padrtka und Bernd Dohrmann

Nach VW und BMW zeigt auch die Opel-Herstellerbank GMAC Interesse am staatlichen Rettungspaket. "Wir prüfen ernsthaft die Teilnahme am so genannten Staatsfonds Finanzmarktstabilisierung", erklärte eine Sprecherin gegenüber AUTOHAUS Online. Wann eine Entscheidung fallen werde, sei noch nicht absehbar. Noch am Montag hatte es geheißen, dass Opel die Finanzhilfen in Deutschland nicht in Anspruch nehmen werde, da alle Finanzierungen über General Motors und die GMAC Bank in den USA abgewickelt würden. Zu etwaigen Schwierigkeiten der Muttergesellschaften wollte die Sprecherin keine Angaben machen. Klaus Bentz, Sprecher des Arbeitskreises der Autobanken und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Fiat Bank, hält die auf dem deutschen und europäischen Markt agierenden Autobanken durch die weltweite Finanzkrise "nicht existenziell gefährdet". Das Autobanken-Geschäft sei ein "solides Geschäftsmodell, das jedoch unter den Auswirkungen der Krise mitleide", sagte Bentz diesem Online-Dienst. Durch den immensen Vertrauensverlust untereinander sei die Kreditvergabe unter den Banken fast zum Erliegen gekommen. "Die Geldbeschaffung ist jetzt deutlich teurer. Darunter leiden die Margen." Die Situation insgesamt sei aber "beherrschbar und steuerbar". Wie schwierig und teuer die Refinanzierung mittlerweile für die Autobanken geworden ist, zeigt auch der Ausstieg von GMAC aus dem Auto-Kreditneugeschäft mit Endkunden in Tschechien, Finnland, Griechenland, Norwegen, Portugal, Slowakei und Spanien zum 1. November. Diese Option komme für Deutschland aber nicht in Frage, hieß es aus Rüsselsheim. Fokus auf Neuwagengeschäft Der GMAC-Sprecherin zufolge kam es wegen der Krise auf den weltweiten Kapitalmärkten zuletzt auch zu "Preisadaptionen", die an den Kfz-Handel weitergegeben werden mussten. Diese betrafen eine Erhöhung des Basiszinssatzes um 1,5 Prozent sowie die schlechteren Konditionen für die Absatz- und Lagerfinanzierung für Gebrauchtwagen. Die Bank wolle sich künftig verstärkt auf das Neuwagengeschäft konzentrieren, begründete die Sprecherin die Schritte.

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Ford in Lauerstellung, "keine Krisengefahr" bei Renault

 
 

Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

IHR KOMMENTAR

Ihr Kommentar:*
Ihr Name:* Ihre E-Mail:*
Liebe Leser,
aus Gründen der Fairness wird die AUTOHAUS Online-Redaktion nur noch Kommentare freischalten, die der Netiquette entsprechen und mit vollem Namen (keine Pseudonyme) gekennzeichnet sind.
* Bitte geben Sie hier die Lösung der links gezeigten Aufgabe an:
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

Bisher noch keine Kommentare! Geben Sie doch den Ersten ab.

0 Leserbriefe

"HB ohne Filter" vom 3. Februar

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute: GVO, Winterschlussverkauf, CRM, Die Welt von Ford, Abschied von der Normalität. MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Januar: Frauen im Kfz-Gewerbe mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

AUTOHAUS Perspektiven 2012

Auf den Perspektiven 2012 erfahren Sie von Prof. Hannes Brachat, wie Sie Ihr Autohaus auf Erfolgskurs bringen. Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr