01.02.2013
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Audi-Chef Stadler
 

Audi-Chef Stadler erwartet keine Abschwächung des China-Geschäfts

Keine Abschwächung des China-Geschäfts

Ungeachtet der Abkühlung des Wachstums auch in China erwartet Audi keine Abschwächung des starken Absatzes auf dem chinesischen Oberklassemarkt. "Wir gehen nicht davon aus", sagte Audi-Chef Rupert Stadler am Freitag vor Journalisten in Peking. "Der chinesische Markt, insbesondere das Premiumsegment, hat weiteres Wachstumspotenzial." Nur in Europa gebe es durch die Wirtschaftskrise einen schwächeren Markt. "Aber nicht hier in China." Dort rechnet der Volkswagen-Konzern in den nächsten Jahren mit einem Wachstum des Automarktes von jeweils sechs bis acht Prozent, während der Absatz von Luxuswagen bislang doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt zulegte.

Stadler hatte zuvor in der chinesischen Hauptstadt das erste komplette Forschungs- und Entwicklungszentrums der Ingolstädter außerhalb Deutschlands eröffnet. Die Ingenieure und Designer der VW-Tochter sollen in dem Asien-Zentrum die Audi-Produkte stärker auf Wünsche asiatischer Kunden zuschneidern. Auch sollen neue Technologien wie etwa für Elektromobilität oder Getriebe entwickelt werden.

Die Erwartungen für die Entwicklung von Elektro-Autos sind nach Stadlers Ansicht anfangs "ein bisschen zu hoch" gewesen, inzwischen aber rationaler geworden. "Es ist eher ein Marathon, den wir antreten müssen, kein Hundertmeterlauf." Investitionen und Infrastruktur seien notwendig. Er sieht die Entwicklung gleichwohl auf gutem Wege. Langfristig sei die Elektrifizierung des Autos notwendig. "Wir werden Fortschritte in den nächsten fünf bis zehn Jahren sehen." 

"Das neue Entwicklungszentrum in Asien ist ein wichtiger Meilenstein in der Internationalisierung unserer Innovationsfähigkeit", sagte Stadler. Wertvolle Ideen aus Asien sollten auch in der frühen Entwicklungsphase für Produkte einfließen.

Größter Absatzmarkt und wichtiger Strategie-Pfeiler

China ist Audis größter Absatzmarkt und wichtiger Pfeiler seiner Strategie, bis 2020 der größte Luxushersteller der Welt zu werden. Im vergangenen Jahr verkauften die Ingolstädter in China mit 405.000 Autos 29 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit dem Bau der zweiten Fabrik zusammen mit dem chinesischen Partner First Automotive Works (FAW) in Foshan kann Audi seine Kapazitäten sogar bis auf 700.000 ausweiten.

Von einem berichteten Rückgang des Umsatzes von allgemeinen Luxusgütern in China als Folge des langsameren wirtschaftlichen Wachstums sieht sich Audi nicht betroffen. "Wir sehen keinen schwachen Luxusmarkt", sagte Audi-China-Chef Dietmar Voggenreiter. Für das Premiumsegment oder ihre eigene Marke wollten die Audi-Verantwortlichen aber konkretere Prognose geben.

Doch blickt Audi-Chef Stadler zuversichtlich in die Zukunft. Der Markt in Europa sei "stabil oder etwas schwächer", aber in den USA, in Südamerika, Russland sowie China und anderen asiatischen Ländern gebe es Wachstumspotenzial. Seit dem vergangenen Jahr ist China der größte Absatzmarkt für alle deutschen Nobelhersteller: Audi, BMW, Mercedes und Porsche verkauften 959.000 Neuwagen im Reich der Mitte. (dpa)

 
 
 
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