Dienstag, 07.02.2012
09.03.2009
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Schwarzenbauer

Audi dreht nicht an der Rabattschraube

Audi will auch in der Branchenkrise auf Rabattprogramme verzichten. "Entscheidend ist für uns profitables Wachstum - nicht Volumen um jeden Preis", sagte Audi-Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer dem Magazin "auto motor und sport". Rabatte lösten nur eine Preisspirale aus. "Die Hersteller müssen sich wieder an der natürlichen Nachfrage im Markt ausrichten." Deshalb nehme Audi einen Rückgang der Absatzzahlen in Kauf. Für dieses Jahr stellt sich das Unternehmen darauf ein, dass die Verkäufe um etwa zehn Prozent auf rund 900.000 Fahrzeuge nachgeben, wie Schwarzenbauer bestätigte. Der Weltmarkt dürfte nach seiner Einschätzung in diesem Jahr um 15 bis 20 Prozent nachgeben. An diesem Dienstag legt die VW-Tochter ihre Bilanz für 2008 vor. Für das kommende Jahr zeigte sich Schwarzenbauer optimistisch, dass Audi im Premiumsegment weiter zulegen werde. "In Europa werden wir im Jahr 2010 die Nummer eins sein, vor unseren Kernwettbewerbern. In China sind wir heute schon die führende Premiummarke. Weltweit werden wir 2015 die Nummer eins sein", erklärte der Vertriebsvorstand. Die AUTOHAUS Online-Leser halten diese Planspiele für durchaus realistisch. Einer aktuellen Umfrage zufolge ist mehr als jeder Zweite (53 Prozent) der Meinung, dass Audi gestärkt aus der Autokrise hervorgehen und die Premium-Konkurrenten überrunden wird. 41 Prozent sind vom Gegenteil überzeugt. Sie glauben, dass die bisherigen Platzhirsche Daimler und BMW ihr Revier verteidigen werden. Sechs Prozent der Abstimmungsteilnehmer wollten sich für keine der beiden Optionen entscheiden. Insgesamt wurden 2.255 Votes gezählt. Erfolgreich und profitabel Wie zuvor schon Audi-Chef Rupert Stadler schwächte auch Schwarzenbauer allerdings das ursprüngliche Ziel des Unternehmens ab, im Jahre 2015 einen Absatz von 1,5 Millionen Einheiten zu erreichen: "Wir haben gesagt, wir wollen der erfolgreichste Premiumanbieter sein. Damals haben wir als Größenordnung 1,5 Millionen genannt. Aber: Erfolg als starke Premiummarke ist für uns nicht vorrangig ein Volumenthema. Wir wollen auch der profitabelste Hersteller sein", erklärte der Vertriebsvorstand. Stadler hatte erst vor wenigen Tagen auf dem Genfer Autosalon erklärt, Audi wolle bis "Mitte des nächsten Jahrzehnts" den Absatz auf 1,5 Millionen Autos steigern und deutlich profitabler produzieren als die Konkurrenten BMW und Daimler (wir berichteten). Was denken Sie: Wer hat künftig im Premium-Wettstreit die Nase vorn? Schicken Sie uns Ihren Kommentar! Sie finden die Funktion dazu wie immer unter diesem Artikel!

 
 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

04. Mai 2009 19:29
Joachim stehr meint:
Bald jede Woche verkündet H.Stadler , Audi sei bis 2015 dei Nr. 1
Das ist bald peinlich.
Audi war im Jahr 2008 die Nr 3 und wird es auch in diesem Jahr wieder
sein.
Von der Technik gesehen sowieso ein Vw-derivat zum Premiumpreis.


04. Mai 2009 19:29
Joachim stehr meint:
Bald jede Woche verkündet H.Stadler , Audi sei bis 2015 dei Nr. 1
Das ist bald peinlich.
Audi war im Jahr 2008 die Nr 3 und wird es auch in diesem Jahr wieder
sein.
Von der Technik gesehen sowieso ein Vw-derivat zum Premiumpreis.


11. März 2009 12:42
Ernst FRANK meint:
Was sind die Konsequenzen, wenn in gesättigten Märkten Absatz- und Ertragssteigerungen im Fordergrund stehen? Die Konkurrenten müssen verdrängt werden. Dies bedingt deutliche Produktvorteile gegenüber den Wettbewerbern. Keiner der deutschen Premiumhersteller hat jedoch klare Wettbewerbsvorteile. Die Produkte innerhalb der Segmente sind zunehmend vergleichbar. Selbst das Image von Audi, BMW und Mercedes gleicht sich immer mehr an. Folglich sind Fahrzeugpreise und Beratungsqualität so attraktiv zu gestalten, dass sie zu Marktanteilsgewinnen führen. Preisnachlässe mindern jedoch Wertverluste der Autos sowie Erträge, in erster Linie die Gewinne der Autohäuser und die Provisionen der Verkäufer. Dies hat negative Auswirkungen auf die Beratungsqualität. Der Kunde wird weniger zum Partner sondern eher zum Gegner. Der Verdrängungswettbewerb hat Ausmaße angenommen, dass die Hersteller seitenweise und permanent ändernde monetäre Verkaufsförderungsprämien ausschütten. Dies mindert ihre eigenen Gewinne. Folglich müssen die Kosten reduziert werden. Die Produktivität wird gesteigert indem Arbeitplätze gestrichen und/oder Lohn- und Materialkosten gesenkt werden. Leidtragende sind auch die Zulieferer. Ihre Preise werden gedrückt. Konsequenz sind ebenfalls Kostensenkungsmaßnahmen. Auch hier werden zugunsten der Produktivität Arbeitnehmer entlassen - oder sie arbeiten für gleiches Geld länger bzw. sie akzeptieren Gehaltskürzungen. Am Ende verfügen Autohäuser, Verkäufer und Mitarbeiter der Hersteller und Zulieferer über weniger Geld oder Zeit, um zu konsumieren. Wird weniger konsumiert, verdienen die betroffenen Branchen ebenfalls weniger. Das Ziel, immer "billiger" herzustellen, verlagert die Produktion in Billiglohnländer. Arbeitsplätze fallen weg. Die Wirtschaft gerät in eine Abwärtsspirale. Merke: Ein Unternehmen muss nicht groß sein, um zu überleben (siehe GM, DaimlerChrysler, British Leyland = ehemals drittgrößter Automobilhersteller der Welt)! Unternehmen überleben nur, wenn sie stark sind. Größe hat nichts mit Stärke zu tun. Im Gegenteil: Größe macht unflexibel und fördert Unübersichtlichkeit. Ein früherer Wirtschaftsexperte, der zu seiner Zeit mit 30 Ehrendoktortitel gewürdigt wurde, sagte: "Wer in einem physisch begrenztem System an grenzenloses Wachstum glaubt ist entweder ein Irrer oder ein Ökonom." Empfehlung: Orientieren Sie sich an der Natur.
1. Der größte Teil der Biomasse lebt von Symbiose (= Kooperation). Das Fressen und Gefressen werden ist die Ausnahme. Raubtiere leben in der absoluten Minderheit, sie existieren lediglich zur Selektion kranker Tiere oder zur natürlichen Begrenzung einer Tierart. Kooperieren Sie mit Ihren Händlern und beenden Sie den Intrabrandwettbewerb! Dies wird die Zufriedenheit der Menschen im Verkauf steigern, denn: Nur zufriedene Verkäufer stellen Kunden zufrieden.
2. Die Entwicklung in der Natur ist gekennzeichnet durch für Lebewesen eng gesetzte Grenzen, aus denen es kein Entkommen gibt. Pflanzen oder Tiere können sich anstrengen wie sie wollen, sie können unter den besten der für sie optimalen Bedingungen nur eine begrenzte Größe erreichen. Wenn sich in einem einzelnen Lebewesen ein Teil verselbstständigt, wie etwa ein Gewebe, ein Organ oder ein Organsystem, dann gibt es Krankheiten, wenn nicht sogar Tod. In diesem Fall liegt ununterbrochenes Zellwachstum vor, wie z.B. das des Krebsgeschwürs. Es richtet sich selbst zugrunde. Halten Sie Maß!

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