Autokrise: Audi macht Branche Mut

03.03.2009 09:30 Uhr
Audi-Chef Rupert Stadler: "Licht am Ende des Tunnels"
© Foto: Philipp Guelland/ddp

Vorstandschef Rupert Stadler hofft bereits Ende dieses Jahres auf "Licht am Ende des Tunnels". Im Februar lief es aber noch schlecht für die Ingolstädter: Der Absatz gab um elf Prozent nach.

Die Autobranche könnte nach Ansicht von Audi-Chef Rupert Stadler Anfang 2010 die Talsohle durchschritten haben. Er hoffe Ende 2009 auf "Licht am Ende des Tunnels", sagte Stadler am Dienstag auf dem Genfer Autosalon. Im laufenden Jahr rechnet der Hersteller mit einem Absatzrückgang von etwa zehn Prozent auf rund 900.000 Fahrzeuge. Im Februar verkauften die Ingolstädter mit 63.000 Autos elf Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Auf die Absatzflaute reagiert Audi mit einer Drosselung der Produktion. Über Ostern sei eine weitere Woche Kurzarbeit geplant, sagte Stadler. Durch die Maßnahmen sollen insgesamt rund 12.500 Autos weniger produziert werden. Bei den langfristigen Zielen des Unternehmens zeigte sich Stadler etwas zurückhaltender als zuletzt. Audi wolle bis "Mitte des nächsten Jahrzehnts" den Absatz auf 1,5 Millionen Autos steigern und deutlich profitabler produzieren als die Konkurrenten BMW und Daimler. Zuvor hatten die Ingolstädter stets konkret das Jahr 2015 genannt. Bereits im Januar hatte Audi einen Absatzeinbruch hinnehmen müssen. Im Januar und Februar habe das Unternehmen nun mit 120.000 Wagen ein Fünftel weniger Autos verkauft, sagte Schwarzenbauer. Von der Abwrackprämie würden die Premiumhersteller nicht profitieren. Bei den Kunden seien vor allem Fahrzeuge für weniger als 15.000 Euro gefragt. "Keine Wettbewerbsverzerrung" Zu einer möglichen staatlichen Unterstützung für Opel sagte Stadler, wenn dies in "Wettbewerbsverzerrung" münde und zu Preissenkungen führe, "dann hätte ich etwas dagegen." Im vergangenen Jahr hatte Audi als einziger deutscher Premiumhersteller noch dem branchenweiten Trend getrotzt und unterm Strich ein Absatzplus von 4,1 Prozent auf etwas mehr als eine Million verkaufte Fahrzeuge geschafft. Besonders unter Druck sei derzeit weiter der Markt in den USA, sagte Schwarzenbauer. In China scheine es dagegen nicht so dramatisch abwärts zu gehen wie zunächst befürchtet. (dpa)

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