Der Autobauer Audi will seine Produktion trotz der weltweiten Absatzkrise der Branche zunächst kaum drosseln. Bislang sei lediglich geplant, die Weihnachtsferien an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm um zwei Tage zu verlängern, sagte Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer am Mittwoch auf der Los Angeles Auto Show. Dies sei eine vorbeugende Maßnahme, da derzeit schlicht nicht abzusehen sei, wie sich der Markt im kommenden Jahr entwickle. "Wir stellen uns darauf ein, dass es wesentlich schlimmer kommen könnte." Wie viele Autos wegen der Pause nicht produziert werden, wollte Schwarzenbauer nicht beziffern. Sollte die Nachfrage 2009 spürbar zurückgehen, werde Audi notfalls mit weiteren Kürzungen reagieren, sagte Schwarzenbauer. Das Absatzziel von mehr als einer Million verkaufter Fahrzeuge für dieses Jahr stehe aber. "Wir gehen weiter davon aus, dass wir die Million knacken." Im Oktober hatte Audi gegen den Abwärtstrend am Markt ein Absatzplus von 7,2 Prozent auf 82.400 Fahrzeuge verzeichnet. Daimler und BMW hatten hingegen Absatzrückgänge verkraften müssen. In den ersten zehn Monaten des Jahres kam die VW-Tochter auf einen Absatz von knapp 845.000 Autos, was einem Zuwachs von 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entsprach. (dpa)
Produktionskürzungen: Audi stoppt Bänder nur für zwei Tage
Der Ingolstädter Autobauer will seine Produktion trotz Branchenkrise nahezu unverändert fortführen. Laut Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer sollen die Weihnachtsferien nur um zwei Tage verlängert werden.