Magazin: Audi und BMW sehen Licht am Horizont

22.05.2009 11:34 Uhr
Audi-Chef Stadler: Situation im Premium-Bereich voraussichtlich 2010 oder 2011 "deutlich entkrampfen".
© Foto: Audi

Nach Meinung von Audi-Chef Stadler wird sich die Situation im Premium-Bereich 2010 oder 2011 "deutlich entkrampfen". Rivale BMW will seinen Rückstand auf dem Heimatmarkt bereits bis zur Jahresmitte aufholen.

Audi-Chef Rupert Stadler rechnet schon bald mit einer wieder anziehenden Nachfrage für Premium-Fahrzeuge. Zwar seien die Einbrüche speziell in Deutschland wegen der Umweltprämie groß, räumte Stadler im Magazin "auto motor und sport" ein. "Der Gesamtmarkt wächst um 20 Prozent, das Premium-Segment verliert 20 Prozent. Studien zeigen aber, dass der Premium-Anspruch vieler Autokäufer kontinuierlich steigt, übrigens auch in der Krise." Im kommenden Jahr oder 2011 werde sich die Situation voraussichtlich "deutlich entkrampfen", erwartet der Audi-Chef. Von den ehrgeizigen Absatzzielen für Audi rückte er daher nicht ab. "Ich sehe keinen Grund, warum wir die nicht erreichen sollten. Wir gehen weiter in Richtung 1,5 Millionen Einheiten pro Jahr." In der Branche werde es auch wieder Wachstum geben. "In China etwa erwarten wir schon für 2009 einen Markt von sechs Millionen Fahrzeugen. Vor einem halben Jahr lagen die Prognosen noch bei 5,1 Millionen", sagte Stadler. Mit Rabatten oder reduzierten Grundpreisen werde Audi daher keine Marktanteile gewinnen, bekräftigte Stadler. "Preisreduktion ist keine Antwort, sondern ein Schritt in die falsche Richtung. Die inneren Werte der Marke werden damit geschwächt und natürlich auch die Restwerte." Ähnlich hatte sich zuvor auch Audi-Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer geäußert. Rivale BMW will seinen Rückstand auf dem Heimatmarkt bis zur Jahresmitte aufholen. "Wir wollen das erste Halbjahr erfolgreich abschließen und an den Vorjahreswert rankommen", sagte BMW-Deutschland-Chef Karsten Engel dem Magazin. Im ersten Halbjahr 2008 hatte der Autobauer in Deutschland 146.500 Autos der Marken BMW und Mini verkauft. Bis Ende April dieses Jahres kam BMW in Deutschland nur auf rund 88.400 verkaufte Neuwagen der beiden Marken (Vorjahr: 94.151). In den nächsten Monaten werde der BMW- und Mini-Absatz in Deutschland wieder zulegen, kündigte Engel an. "Wir hatten im März Höchstwerte bei den Auftragseingängen – sowohl bei Mini als auch bei BMW." (dpa/rp)

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