Auch Audi will an möglichen Staatshilfen für die Automobilindustrie teilhaben. "Wenn es ein Instrumentarium vom Staat gibt, dann sollte es allen zugänglich sein", sagte Audi-Chef Rupert Stadler der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ/Mittwoch). "Wenn Amerika seine Autoindustrie unterstützt, dann ist die Europäische Union gut beraten, Vergleichbares zu tun – insbesondere um neue Umwelttechnologien und Antriebsformen im Auto zu fördern." Andernfalls drohten Wettbewerbsverzerrungen. Prognosen wagte der Audi-Chef indes nicht. Wie schlimm die Krise für die Autoindustrie im kommenden Jahr wird, könne heute niemand seriös beantworten, sagte Stadler. "Wir sehen die Markteinbrüche in Amerika und innerhalb Europas, auch Asien wächst nicht mehr so wie bisher." Die VW-Premiumtochter werde aber besser aus der Krise herauskommen als der Wettbewerb. Zu der von Audi abgegebenen Arbeitsplatzgarantie sagte der Automanager: Das Paket "Zukunft Audi" bleibe selbstverständlich unangetastet. Dies gelte einerseits für die darin enthaltene Arbeitsplatzgarantie bis 2011, andererseits auch für das mit den Arbeitnehmervertretern vereinbarte Leistungsversprechen. Das Management und der Betriebsrat von Opel hatten am Montag Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Schreiben aufgefordert, sich für das Kreditprogramm der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 40 Milliarden Euro stark zu machen (wir berichteten). Dazu soll es in Deutschland eine Verschrottungsprämie für mehr als zehn Jahre alte Autos sowie zinsgünstige Verbraucherkredite zum Kauf von Neuwagen geben. (dpa/rp)
Hilfsappell: Audi unterstützt Opel-Forderungen
Konzernchef Rupert Stadler zeigte sich in einem Interview für mögliche Staatshilfen für die Autoindustrie offen. Wie in den USA sollten insbesondere neue Umwelttechnologien und Antriebsformen gefördert werden.
Andreas Reiners Fa. Giese Automobile