Audi-Chef Rupert Stadler ist zuversichtlich, in diesem Jahr das Absatzziel von einer Million Fahrzeugen zu erreichen. 2007 hatte der Autobauer aus Ingolstadt mit 964.000 Autos seinen Absatz um 6,5 Prozent gesteigert. Auf dem Genfer Auto-Salon sagte Stadler am Dienstag, im Februar habe der Absatz von Audi leicht über dem Vorjahresmonat gelegen. Im Februar 2007 hatte das Unternehmen mit 69.000 ausgelieferten Fahrzeugen ein Plus von neun Prozent verzeichnet. Stadler bekräftigte, das bislang eher schwache USA-Geschäft müsse angekurbelt werden. Bis 2015 wolle Audi dort 200.000 Autos verkaufen; 2007 waren es 93.500. Der neue Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer verfüge im hart umkämpften US-Markt über eine enorme Expertise, betonte Stadler. Schwarzenbauer war zuvor US-Chef von Porsche. Der US-Markt, der im Januar und Februar schwach war, wird sich seiner Ansicht nach in der zweiten Jahreshälfte erholen. Bei den Überlegungen für eine VW-Fabrik in den USA sieht der Automanager keine Eile. Audi müsse dort nicht zwangsläufig auf einem VW-Gelände produzieren. Es könnte auch ein eigenes Audi-Werk sein, meinte er. Derzeit würden alle Optionen geprüft. Audi werde frühestens 2010/11 in die USA gehen. Mit dem China-Geschäft ist Stadler dagegen sehr zufrieden. 2007 seien dort über 108.000 Autos verkauft worden. Diese Zahl werden wir 2008 übertreffen", so der Audi-Chef. Die Ankündigung von Porsche, die Mehrheit am Volkswagen-Konzern übernehmen zu wollen, begrüßte Stadler. Eine Konkurrenzsituation etwa auf dem Sportwagensektor zwischen der VW-Tochter Audi und Porsche sieht er nicht. "Unsere Konkurrenten sind BMW und Mercedes. Darauf ist unser Produktportfolio ausgerichtet." Stadler wies darauf hin, dass man mit Porsche bereits beim Thema Hybrid und Elektronik zusammenarbeite. Wenn es sinnvoll sei, werde man die Zusammenarbeit ausweiten. (dpa)
Absatzprognose: Audi will 2008 Millionen-Marke knacken
Audi-Chef Rupert Stadler ist zuversichtlich, in diesem Jahr das Absatzziel von einer Million Fahrzeugen zu erreichen. Potenzial sieht der Automanager vor allem in den USA. Er begrüßte auch die geplante Übernahme des VW-Konzerns durch Porsche.