Montag, 21.05.2012
20.08.2010
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Absatzziele

Audi will in der Oberklasse an die Spitze

Audi will BMW und Mercedes-Benz auch in der Oberklasse den Thron streitig machen. "Bis 2015 wollen wir rund 400.000 Fahrzeuge verkaufen und sehen uns damit auf dem Niveau der Wettbewerber", sagte Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer im Gespräch mit dem "Handelsblatt" (Freitag). 2009 habe Audi 245.000 solcher Autos, die mehr als 50.000 Euro kosten, abgesetzt.

Besonders große Sprünge will Audi dabei in China und den USA machen. "In den USA wollen wir den Anteil der Oberklasse-Modelle an unseren Verkäufen von aktuell 17 Prozent bis zum Jahr 2015 nahezu verdoppeln", sagte Schwarzenbauer. "In China legen wir noch stärker zu. Dort wird unser Absatz in der Oberklasse überproportional wachsen – bis 2015 um 67 Prozent."

Die ambitionierte VW-Tochter hat sich vorgenommen, an den deutschen Konkurrenten vorbeizuziehen (wir berichteten). Zunächst liegt die Messlatte für 2015 bei insgesamt mindestens 1,5 Millionen Wagen. Daimler hat sich für Mercedes-Benz die gleiche Zielmarke gesetzt. BMW, der aktuelle Spitzenreiter im Premiumsegment, will bis 2012 auf 1,6 Millionen Wagen kommen. Im vergangenen Jahr waren die Fahrzeugverkäufe der Premiumhersteller krisenbedingt abgestürzt. In diesem Jahr laufen die teuren Wagen aber wieder blendend.

Audis internationale Wachstumspläne kommen der Auslastung der deutschen Werke zugute. Denn die Oberklasse-Modelle werden nicht in China lokal produziert, sondern laufen in Deutschland vom Band. Wegen des überraschend hohen Auftragseingangs beim neuen A8 werde derzeit geprüft, "ob wir im zweiten Halbjahr in Neckarsulm die ein oder andere Sonderschicht fahren", sagte Schwarzenbauer.

A7 mit großem Eroberungspotenzial

Große Hoffnungen setzt der Vertriebschef auf den neuen A7, der zwischen dem Dienstwagen A6 und dem Chauffeurswagen A8 angesiedelt ist. "Vom A7 werden wir über die Lebenszeit insgesamt etwa 200.000 Fahrzeuge verkaufen." Dabei will der Manager vor allem Kunden von der Konkurrenz abwerben: Die Eroberungsrate erwartet Schwarzenbauer bei 70 Prozent. (dpa)

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

23. August 2010 11:09
Karl Schuler meint:
"Die Eroberungsrate erwartet Schwarzenbauer bei 70 Prozent."
Der souveräne Kunde ist selbst in der Lage, zu differenzieren und einzuordnen. Ob ein Porsche neben einem Lamborgini steht oder nicht, ist dem Kunden egal. Es gab Zeiten, da stand ein 911 neben einen Polo und einen Audi 80 beim VW Händler. Das ging auch!

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