Audi stellt sich auf eine höhere Stückzahl seines neuen Kleinwagens A1 ein als bisher geplant. Statt 100.000 Fahrzeugen könnte das Brüsseler Audi-Werk pro Jahr auch 120.000 Einheiten fertigen, sagte ein Unternehmenssprecher der belgischen Nachrichtenagentur Belga am Dienstag. Die neue Vorgabe hänge mit einer Änderung des A1-Konzepts zusammen. Die Produktion des neuen Modells soll 2009/2010 beginnen. Unterdessen klagen die Beschäftigten der Brüsseler Audi-Fabrik über gewachsenen Arbeitsdruck. Seit Jahresbeginn habe die Belegschaft 1.200 Fahrzeuge der Modelle VW Polo und Audi A3 mehr gebaut als geplant. Die Arbeiter wollten deshalb die Bänder langsamer laufen lassen, sagte der Gewerkschafter Hedwyn De Clercq. Die Beschäftigten seien auch mit ihren Prämien unzufrieden: "Wir bekommen 1.100 Euro. In Deutschland kann diese Prämie bis zu 5.300 Euro betragen. Die Leute hier stellen sich Fragen." An Streiks denke niemand. "Aber die Spannungen nehmen zu", sagte der Gewerkschafter. Der Unternehmenssprecher bestätigte, dass die Fabrik 1200 Fahrzeuge über das Soll hinaus produziert habe. Das liege aber nicht am Tempo der Bänder. "Das heißt nur, dass wir gut gearbeitet haben und dass wir keine technischen Probleme hatten", sagte er. (dpa)
Werk Brüssel: Audi will mehr A1 bauen
Im Audi-Werk Brüssel könnten ab 2009 mehr Fahrzeuge des neuen Kleinwagens A1 vom Band laufen als ursprünglich geplant. Die Beschäftigten klagen unterdessen über steigenden Druck.