Dienstag, 07.02.2012
25.07.2008
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Halbjahresbilanz

Audi will trotz Marktkrise wachsen

Die VW-Tochter Audi hält trotz nachlassender Autokonjunktur an ihren selbstgesteckten Zielen für 2008 fest. Im Gesamtjahr peilt Audi weiter einen Absatz von erstmals mehr als einer Million Pkw an. Auch beim Gewinn will Audi weiter zulegen. "Wir erwarten für das Gesamtjahr trotz anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen eine weitere Verbesserung wesentlicher Ergebniskennzahlen gegenüber dem Vorjahr", sagte Finanzvorstand Axel Strotbek am Freitag bei Vorlage des Halbjahresberichts. Bis 2015 soll der Absatz auf 1,5 Millionen Pkw pro Jahr steigen. Angesichts der hohen Rohstoffpreise und des schwachen US-Dollar wollte Strotbek Preiserhöhungen aber nicht ausschließen. Im ersten Halbjahr hatte Audi trotz stagnierender Umsätze einen kräftigen Gewinnsprung verzeichnet. Der Überschuss kletterte um mehr als ein Drittel auf 930 Millionen Euro. Der Umsatz verharrte dagegen mit 17,4 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Dabei hatte Audi seinen Absatz um 1,4 Prozent auf 516.000 ausgelieferte Fahrzeuge erhöht. Auch im Juni sei kein Rückgang des Auftragseingangs zu verzeichnen gewesen, fügte Strotbek hinzu. In dem Monat habe die Zahl der Bestellungen wegen neuer Modelle sogar zugelegt. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir den Wachstumskurs im zweiten Halbjahr fortsetzen können." Preiserhöhungen nicht ausgeschlossen Die Belastung aus gestiegenen Rohstoffkosten und schwachem US- Dollar habe Audi im ersten Halbjahr rund zur Hälfte durch Absatzsteigerungen und Einsparmaßnahmen ausgleichen können. "Wir waren aber nicht in der Lage, die Effekte voll zu kompensieren", sagte Strotbek. "Wenn sich die Tendenz fortsetzt, wird das in gewisser Weise durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden müssen", sagte Strotbek. "Wir können dem nicht entkommen." Erst am Donnerstag hatte der Stuttgarter Konkurrent Daimler nach einem deutlichen Ergebnisrückgang seine Gewinnziele für 2008 gesenkt. Die Stuttgarter wollen wegen der schleppenden Nachfrage die Produktion zurückfahren und denken ebenfalls an Preissteigerungen, um die wachsenden Belastungen zu kompensieren. (dpa)

 
 
 

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