NAIAS 2008: Auf der Suche nach dem "grünen Image"

14.01.2008 11:37 Uhr
Cadillac Provoq: GM-Chef Rick Wagoner präsentiert die Studie in Detroit.
© Foto: GM

Klimaschutz ist in aller Munde: Die Autoindustrie ist weiterhin intensiv auf der Suche nach einem "grünen Image" und Alternativen zu den herkömmlichen Antriebstechniken. Von einem tiefgreifenden Wandel scheint die Branche aber nach wie vor weit entfernt.

Klimaschutz ist in aller Munde: Die Autoindustrie ist weiterhin intensiv auf der Suche nach einem "grünen Image" und Alternativen zu den herkömmlichen Antriebstechniken. Von einem tiefgreifenden Wandel scheint die Branche aber nach wie vor weit entfernt. Derzeit rückt vor allem das Elektroauto wieder in den Fokus, vor Jahren bereits als Flop abgeschrieben. Auf der Autoshow ist seit Sonntag in Detroit "Elektro" ein heißes Thema. Allerdings sehen Experten noch viele Probleme rund um Elektroautos, bis zur Serienfertigung dürften noch Jahre vergehen. Und trotz des propagierten Wandels sind auch in diesem Jahr wieder einige neue "Spritfresser" in Detroit zu sehen – wenn auch die Messe-Verantwortlichen zum Start gern von einer "grünen Autoshow" sprachen. 2007 waren in den USA, dem weltweiten größten Automarkt, nach Schätzungen der Marktforschungsfirma J.D. Power nur sechs Prozent der verkauften Fahrzeuge mit alternativen Antrieben wie Hybrid ausgestattet. Vor allem die schwächelnden US-Autobauer wollen mit neuen Konzepten den Hybrid-Vorsprung der Japaner aufholen. GM präsentierte bereits vor einem Jahr in Detroit den Prototypen eines Elektroautos mit dem Namen Chevrolet Volt. In diesem Jahr zeigt GM den Cadillac Provoq, ein Elektro-Konzeptfahrzeug. Das Fahrzeug fährt mit einer Kombination aus Lithium-Ionen-Batterie und Wasserstoff-Brennstoffzelle. Chrysler zeigt gleich drei Concept Cars der Marken Jeep, Chrysler und Dodge. Dabei soll sich der Dodge ZEO allein mit Hilfe einer Lithium-Ionen-Batterie bewegen. Der amerikanische Kleinserienhersteller Fisker zeigt in der Cobo Hall einen eleganten Sportwagen mit einem Preis knapp unter 100.000 Dollar, dessen Batterie in der Steckdose aufgeladen werden kann (Plug-in-Konzept). Daimler will das Thema Elektrofahrzeuge mit vorantreiben. Zunächst müssen aus Sicht von Vorstandschef Dieter Zetsche aber die Batterien weiterentwickelt werden – derzeit sehe Daimler nur eine Reichweite von 100 Kilometern, die man mit neuen Lithium-Ionen-Batterien erreichen könne. Und dann dauere der Aufladevorgang vier bis sechs Stunden, zeigte sich Zetsche skeptisch und stellte in den Raum, ob das Thema Elektroauto nicht auch nur eine weitere Durchgangsstation zur Brennstoffzelle sei – die hat eine größere Reichweite und ist in wenigen Minuten aufgeladen.

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