21.02.2013
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Aufsichtsratschef
 

AVAG-Aufsichtsratschef Albert Still: zwei Projekte in Nordbayern.

AVAG investiert in Franken

Die AVAG Holding macht zwar vorerst "Pause" bei ihrem Wachstumsplan, doch so ganz ohne Expansion kommen die Augsburger nicht aus. Aufsichtsratschef Albert Still kündigte am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz der Autohandelsgruppe zwei Projekte an, die vom Kontrollgremium bereits genehmigt wurden. "Zum einen werden wir in diesem Jahr ein Ford-Autohaus in Nordbayern übernehmen." Details wollte Still noch nicht verraten. Nur so viel: "Es handelt sich um einen Traditionsbetrieb."

Beim zweiten Projekt wurde das Branchenurgestein konkreter: "Die AVAG hat in Nürnberg einen Baumarkt erworben, der 2014 frei wird." Dort wolle das Unternehmen künftig auf 1.600 Quadratmetern Fahrzeuge präsentieren. Die Bauinvestitionen bezifferte Still auf fünf Millionen Euro. In der Frankenmetropole ist die Handelsgruppe bislang mit Kropf Automobile und den Fabrikaten Opel, Chevrolet sowie Ford vertreten.

Das Geschäftsmodell Mehrmarkenhandel sieht Still mit dem Start der neuen Gruppenfreistellungsverordnung (GVO), die in Europa ab 1. Juni 2013 gilt, nicht in Gefahr. Einer Separierung der Fabrikate im Showroom stimmt er generell zu, gibt jedoch zu bedenken: "Sie darf nicht zu einer Markenisolierung führen. Davon träumen zwar manche Hersteller, wir haben aber unsere eigenen Vorstellungen." Diese habe die AVAG in einem Maßnahmenkatalog zusammengefasst, der mit den Herstellern diskutiert werde.

"Außen-CI geht ins Geld"

Laut Still hat die Gruppe in einem Opel-Betrieb in Landshut eine erste Versuchseinrichtung mit lichtdurchlässigen Trennwänden integriert. Einen Schritt weiter ist die AVAG in Österreich: Dort hat sie ihr System bereits in zwei Autohäusern fest implementiert. Grundsätzlich würden CI-Maßnahmen im Showroom die Händler finanziell nicht überfordern. Problematischer sei der Außenbereich. Still: "Eine neue Fassade oder ein neues Eingangsportal gehen richtig ins Geld."

Die AVAG vertritt an 140 Betriebsstätten in Deutschland, Österreich, Kroatien, Polen und Ungarn die Marken Opel, Chevrolet, Toyota, Lexus, Ford, Nissan, Honda, Subaru, Suzuki, Kia, Peugeot, Citroën, Fiat und Alfa Romeo. Laut Vorstandssprecher Roman Still sind für alle Opel- und Toyota-Standorte schon neue Händlerverträge unterzeichnet. Bei Nissan und Honda gebe es noch Diskussionsbedarf, hieß es. (rp)

 
 
 
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