Montag, 21.05.2012
11.09.2008
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Unruhe im Netz

Aufstand der Mitsubishi-Händler

Bei den Mitsubishi-Händlern herrscht sehr viel Unruhe im Netz. Dementsprechend gut besucht war die Verbandstagung des Partnerverbandes am Donnerstag in Flörsheim. Antworten auf ihre drängenden Fragen haben die Händler jedoch nicht bekommen. Im Gegenteil: Sie empfanden die Rede Christoph Stadlers, Vertriebschefs von Mitsubishi Motors Deutschland (MMD), vom Vortag als "bodenlose Frechheit". Dieser hatte sie zu mehr Engagement aufgerufen. Die Händler dagegen fordern Kontinuität, zeitgemäße und lieferfähige Produkte, ausreichende Vertriebsunterstützung und wieder mehr Herstellerwerbung. Sie haben den Eindruck, dass ihre Marke in Deutschland kaputt gespart wird. Dieses Gefühl bestätigte der Vortrag von Prof. Stefan Bratzel, der darlegte, dass es dem Hersteller Mitsubishi derzeit gar nicht so schlecht geht. Das Wachstum findet aber nicht hierzulande sondern in anderen Märkten wie zum Beispiel in Russland statt. In Deutschland rechnet Stadler in diesem Jahr mit dem Absatz von 28.500 neuen Fahrzeugen. Mittelfristig sollen es nach seinen Plänen 40.000 Einheiten pro Jahr werden. Als Hoffnungsträger benannte MMD Vizepräsident Kumihide Kume während der Tagung Martin van Vugt als neuen Geschäftsführer für Mitsubishi Deutschland. Der Holländer ist derzeit als Vice President Vertrieb und Marketing in der Europazentrale von Mitsubishi tätig. Er soll seinen Dienst in Hattersheim bereits am nächsten Montag, den 15. September antreten. Konkrete Zusagen zu den Forderungen der Händler wurden am Donnerstag mit Rücksicht auf die Ankunft des neuen Geschäftsführers nicht gemacht. (dp)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

11. September 2008 20:23
Karl-Heinz Scherer meint:
Obwohl ich seit vielen Jahren nicht mehr für die Marke tätig bin, macht mich diese jetzige Entwicklung doch betroffen. Aktiv und verantwortlich war ich am Aufbau und in den ersten zehn Jahren im deutschen Markt beteiligt. Stolz bin ich heute noch auf unsere Arbeit und auf die gemeinsamen Erfolge mit unseren Partnern, den Händlern, und auf die gute Kooperation. Vor allem auch Dank der engagierten und versierten Beschäftigten der MADG. Sehr schade, dass dies zu vermissen ist. Wünschenswert wäre, im Interesse aller Betroffenen, die damaligen Werte - für die heutigen Anforderungen im Automobilgeschäft - wieder aufleben zu lassen!
Karl-Heinz Scherer

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