Dienstag, 07.02.2012
23.07.2009
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Porsche

Aus für Wiedeking

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking muss den Sportwagenbauer verlassen. Das hat der Porsche-Aufsichtsrat am Donnerstag beschlossen. Der Manager ist das erste prominente Opfer in dem monatelangen Übernahmemachtkampf zwischen Porsche und VW. Nachfolger von Wiedeking bei der Porsche AG soll der bisherige Produktionsvorstand Michael Macht werden. Sein Stellvertreter wird nach Unternehmensangaben Thomas Edig, bisher im Vorstand für das Personal- und Sozialwesen verantwortlich. In einer Marathonsitzung stellte der Aufsichtsrat des Sportwagenbauers die Weichen für die Rettung des hoch verschuldeten Unternehmens Neben Wiedeking verlässt auch Finanzvorstand Holger Härter den Sportwagenbauer mit sofortiger Wirkung. Die beiden Manager legen auch ihre Aufsichtsratsmandate bei VW und Audi nieder. Wiedeking soll eine Abfindung von 50 Millionen Euro erhalten, von der die Hälfte in eine soziale Stiftung geht. Sein Vertrag hatte eine Laufzeit bis 2012. Härter erhält 12,5 Millionen Euro. Zuvor war in Medienberichten von einer Rekordabfindung von rund 250 Millionen Euro für Wiedeking die Rede. Als Begründung für das Aus der Manager teilte Porsche mit, Wiedeking und Härter wollten mit diesem Schritt "einen wichtigen Beitrag zur Befriedung der Situation leisten". Das zwölfköpfige Kontrollgremium von Porsche war am frühen Mittwochabend überraschend im Forschungs- und Entwicklungszentrum in Weissach zusammengekommen, um die Weichen für die Zukunft des Autobauers zu stellen. Ursprünglich war die Sitzung für Donnerstag geplant. In den vergangenen Tagen war schon wiederholt über das Ende von Wiedeking an der Spitze des Sportwagenbauers spekuliert worden, da für den Manager in dem neuen VW/Porsche-Konzern kein Platz mehr ist. Wiedeking steht seit 1993 an der Porsche-Spitze. Der neue starke Mann im VW/Porsche-Konzern soll VW-Vorstandschef Martin Winterkorn werden.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Wiedeking-Porträt: Machtmensch und Provokateur

 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

25. Juli 2009 21:10
Holger Roth meint:
Man kann nur hoffen, dass diese Persönlichkeit, die wie kaum ein anderer Manager über eine derart lange Zeit Spitzenleistung gezeigt hat, der Automobilwirtschaft oder der Wirtschaft allgemein nicht endgültig verloren geht.
Und zur Diskussion über die sogen. Abfindung: Wenn man sich in Erinnerung ruft, mit welchen Summen echte........( den Begriff habe ich meiner eigenene Zensur unterworfen ) in den Vorruhestand geschickt wurden, dann muss einem der bei Herrn W. zur Debatte stehende Betrag schon peinlich gering vorkommen.


23. Juli 2009 17:08
Automobilist meint:
Die Wiedeking schelte ist mehr als unangebracht. Auch ein Manager ist nur ein Angestellter. Gerade Dr. Wiedeking stellt unter den "ersten" Angestellten in einem Unternehmen eine Sonderrolle dar. Denn: Er war Vorstand eines Familienunternehmens. Keine AG deren Anteilseigner von einem kleinen Aufsichtsrat von Ex-Managern des Unternehmens geführt wird. Was ich eigentlich damit sagen will ist, dass die Eigentümer (Porsche/Piech) JEDEN Schritt in der VW übernahme mitgetragen, vielleicht sogar mitbestimmt oder sogar bestimmt haben. Schließlich ist es ihr Unternehmen. Deshalb ist es nicht angebracht den WW als größenwahnsinnig und raffgierig zu bezeichen. Porsche verliert damit eine Persönlichkeit!


23. Juli 2009 17:02
Martin Schneider meint:
Nach wirklich guter Arbeit und beeindruckendem Erfolg mit der Marke Porsche hatte Herr Wiedeking in den letzten Monaten die Bodenhaftung verloren. Statt sich aufs Kerngeschäft zu konzentrieren, ist bei ihm und seinem Adlatus aus der Finanzabteilung á la Schäffler der Größenwahn ausgebrochen. Dumm nur, dass er "VW-Gottvater Piech" unterschätzt hat. Dem haben letzten Endes die Nase und das Gehabe des Emporkömmlings über die Maßen genervt. Es war nur eine Frage der Zeit, dass Piech an der entsprechenden Strippe ziehen würde.
Falls Wiedeking nun dieser Abschuss wieder ins echte Leben zurückzubringen vermag und er dem Gezocke abschwört, könnten die NEW-OPELANER ihn fragen, ob er nicht Lust auf einen neuen Job hat!

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