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Auto 5000: Betriebsrat will Angleichungen an VW-Haustarif
Vor dem Tarifauftakt bei der VW-Tochter Auto 5000 hat der Betriebsrat neben kräftigen Einkommenssteigerungen auch Angleichungen an den Haustarifvertrag von Volkswagen gefordert. Bisher gebe es noch gravierende Unterschiede etwa in der Einkommensstruktur und anderen Leistungen, sagte der Betriebsratschef von Auto 5000, Andreas Heim, am Montag in Wolfsburg. Die Unterschiede müssten schrittweise angeglichen werden. "Dabei muss gelten: Auto 5000 nach oben, nicht Haustarifvertrag nach unten." Die Tarifverhandlungen für die Auto 5000 GmbH beginnen an diesem Mittwoch. Die IG Metall fordert – wie bei den laufenden Verhandlungen über einen neuen Flächentarifvertrag in der Metall- und Elektroindustrie – 6,5 Prozent mehr Geld und eine Laufzeit des neuen Tarifvertrags von zwölf Monaten. Im Tarifabschluss 2006 bekamen die Auto 5000-Beschäftigten drei Prozent mehr Lohn sowie für drei Monate eine Einmalzahlung von 310 Euro. Der Tarifvertrag läuft Ende April aus. Bei Auto 5000 fertigen derzeit rund 4.200 Beschäftigte den Touran und ab Sommer den kleinen Geländewagen Tiguan. Das Tarifmodell Auto 5000 war im August 2001 als Projekt zur Einstellung von Langzeitarbeitslosen vereinbart worden. Auto 5000, die inzwischen kein zeitlich begrenztes Projekt mehr ist, gehe es derzeit wirtschaftlich sehr gut, sagte Heim. "Die Beschäftigten sind sehr selbstbewusst." Die Geschäftsführung habe bereits eine Ergebnisbeteiligung von mindestens 1.500 Euro für 2006 angekündigt. Warnstreiks nach der Friedenspflicht? Heim deutete an, dass er nicht mit einem schnellen Abschluss rechnet. "Ich gehe nicht davon aus, dass sich das Unternehmen gleich in der ersten Runde bewegt." Er gab zu verstehen, dass es bei den Auto 5000-Beschäftigten eine große Bereitschaft gebe, sich an möglichen Warnstreiks zu beteiligen. Die laufenden Tarifverhandlungen über einen neuen Flächentarifvertrag für bundesweit rund 3,4 Mio. Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie stecken derzeit fest. Nach dem Ablauf der Friedenspflicht in der Nacht zum 29. April wird mit massiven Warnstreiks gerechnet. Indirekt wird bei der Flächen-Tarifrunde auch für VW verhandelt: Die sechs westdeutschen VW-Werke mit rund 90.000 Beschäftigten übernehmen von 2008 an die ausgehandelten Einkommenserhöhungen. Dies sieht der im Herbst 2006 abgeschlossene VW-Haustarifvertrag vor. Die VW-Beschäftigten dürfen sich nicht an Warnstreiks beteiligen. Der VW-Betriebsrat hat aber bereits angekündigt, die Kollegen aus der Fläche nicht nur auf dem Papier zu unterstützen. (dpa)
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