Dienstag, 07.02.2012
13.10.2009
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Mobilitätsstudie

Auto für immer mehr Deutsche entbehrlich

Neue Hiobsbotschaft für die Kfz-Branche: Nahezu 30 Prozent der Deutschen erwägen, mindestens eines ihrer Autos in den nächsten sechs bis zwölf Monaten abzuschaffen. Wie Europcar auf Basis einer internationalen Studie mitteilte, sind dies fast doppelt so viele wie 2008 (17 Prozent). Europaweit habe sich der Anteil gegenüber dem Vorjahr sogar auf 39 Prozent nahezu verdreifacht, hieß es. Als Hauptgründe für den geplanten Verzicht werden Kosten- (80 Prozent) und Umweltschutzaspekte (46 Prozent) angeführt. Nach Aufgabe ihres Wagen würde mehr als die Hälfte einen Mietwagen nutzen. 37 Prozent könnten sich für Car-Sharing und rund ein Drittel für motorisierte Zweiräder erwärmen. Laut Autovermieter ist das Interesse an umweltfreundlichen Autos bei den Befragten sehr hoch. So würden rund 65 Prozent der Deutschen und Europäer Hybrid-, Elektro- oder Gas-Fahrzeuge bevorzugen. Immerhin 40 Prozent sind trotz offensichtlich gestiegenem Kostenbewusstsein bereit, beim Kaufen oder Mieten eines Ökoautos eine Preisaufschlag zu akzeptieren. Mit einem umweltfreundlichen Auto gefahren sind bisher allerdings erst 28 Prozent der Befragten in Deutschland – überwiegend junge Männer in Großstädten. Der Studie zufolge gaben 91 Prozent der Befragten in Deutschland an, Fahrweise und Fahrzeugnutzung ihrem wachsendem Kosten- und Umweltbewusstsein anzupassen. Die am häufigsten genannten Änderungen mit jeweils 70 Prozent betreffen demnach eine möglichst Kraftstoff sparende Fahrweise sowie der Verzicht auf das Auto bei kurzen Strecken. (rp)

 
 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

15. Oktober 2009 17:01
Thomas Meier meint:
Herr Müller, schön wäre es, so leicht wird es aber nicht sein. Wenn entsprechende Angebote (z.B. Car2go) mehr genutzt werden und damit auch ausgebaut werden, die öffentl. Mittel besser ausgebaut werden und entsprechende Stadtmaut (usw.) eingeführt wird, werden sich die Ansprüche ändern und entsprechend weniger Kunden auf ein (eigenes) Auto angewiesen sein.
Zusätzlich kommt noch der Kundenkreis, der sich bei entsprechender Entwicklung neben den anderen Lebenshaltungskosten einfach kein Auto mehr leisten kann - entsprechend sicherlich keinen Neuwagen.


14. Oktober 2009 13:59
Christian Müller meint:
Wenn ich emotinal denken würde, würde ich mich sicherlich nicht für einen Golf entscheiden. Für einen Golf würde ich mich höchstens entscheiden, wenn ich in der Menge versinken will.

Ansonsten kann ich zum Artikel nur sagen: all das Schlechtreden nützt rein gar nichts, da in der Vergangenheit, der Gegenwart und auch in der Zukunft Autos gekauft werden. Man ist einfach darauf angewiesen.


14. Oktober 2009 11:22
Jörg-Uwe Banach meint:
Zitat aus dem Artikel: "37 Prozent KÖNNTEN (!!!) sich für Car-Sharing und rund ein Drittel für motorisierte Zweiräder erwärmen."

Ob sie es tatsächlich tun würden, wage ich zu bezweifeln, da durch Car Sharing zusätzliche Wege nötig werden und spontane Fahrten zum Problem werden, außerdem Zweiräder den Komfort wetterbdingt erheblich einschränken. Die persönliche Freiheit und der Komfort ist den Menschen wichtig.

Weiter unterscheidet die Studie meines Erachtens nicht zwischen Bedarf und Bedürfnis: Zwar besteht kein unmittelbarer Bedarf nach einem eigenen Auto (und auf die Fragen solcher Studien antworten viele sachlich, also nach dem Bedarf), jedoch ist das Bedürfnis, also das mittelbare Verlangen nach Mobilität, stärker, als die Vernunft und Sachlichkeit es gebieten.

Wenn es den Menschen um den reinen Bedarf (rational) ginge, würde jedem ja auch ein kleiner asiatischer Stoppelhopser reichen. Die Verkaufszahlen in den monatlichen KBA-Hitlisten sprechen aber eine völlig andere Sprache: Deutsche Produkte, teils im höherpreisigen Segment, werden klar bevorzugt! Warum ist der Golf das meistverkaufte Auto in Deutschland, obwohl er unstrittig teurer ist, als vergleichbare Autos anderer Hersteller? Weil das Bedürfnis (emotional) mehr zusagen hat, als der Bedarf (rational)!

Das Auto, des deutschen liebstes Kind, wird auch in Zukunft die individuelle Mobilität sichern. Der Bauch ist bei den meisten deutschen Autofahrern einfach größer und stärker, als das Hirn (nicht, weil das Hirn so klein, sondern der Bauch so groß ist, dem deutschen Bier sei dank - das war Ironie!).

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