Kurz gemeldet: Auto-Technologien der Zukunft

03.09.2010 03:50 Uhr
Eine Felge aus Kunststoff haben Forscher des Fraunhofer Instituts entwickelt.
© Foto: Fraunhofer LBF

Fraunhofer Institut: Autofelgen bald aus Kunststoff / "Menschliches" Navi nennt Orientierungspunkte / Eisfreie Autoscheibe entwickelt / Alltagstest für Mercedes E-Transporter startet

Den Prototyp einer Kunststoff-Felge für Pkw stellt das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit auf der Fachmesse Composites Europe (14. bis 16. September) in Essen vor. Im Vergleich mit herkömmlichen Alufelgen soll das aus einem faserverstärkten Verbundwerkstoff hergestellte Rad deutlich leichter und stabiler sein. Die Forscher suchen nun in der Industrie nach einem Partner für die Serienfertigung.


Navigationsgeräte sollen "menschlicher" werden. Kartenanbieter Navteq stellt auf der Internationalen Funkausstellung nun eine Technik vor, die bei ihren Richtungsanweisungen markante Punkte im Stadtbild nutzt. Durch die der menschlichen Sprechweise angepassten Kommandos soll sich der Fahrer besser auf die Straße konzentrieren können. Die Auswahl der genutzten Referenzpunkte ist von zahlreichen Faktoren abhängig, etwa nennt das System eher eine auffällige Kathedrale als eine kleine Eckkneipe. Auch Jahreszeiten spielen eine Rolle; beispielsweise soll berücksichtigt werden, dass im Sommer grüne Bäume die Sicht auf bestimmte Orientierungspunkte verstellen können. Derzeit liegen Daten unter anderem für die Metropolen Berlin, München, London und Paris vor, weitere Städte sollen bis Ende 2011 verfügbar sein.


Eiskratzen könnte für Autofahrer bald der Vergangenheit angehören. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Oberflächentechnik haben eine Windschutzscheibe entwickelt, die nicht mehr zufrieren kann. Eine spezielle Beschichtung lässt sie langsamer abkühlen, wodurch sich weniger Kondenswasser niederschlägt, das überfrieren könnte. Zudem lässt sich das Glas ohne störende Drähte beheizen.


Die ersten elektrisch angetriebenen Transporter von Mercedes-Benz sind nun bei Kunden im Alltagseinsatz unterwegs. Zunächst fünf Vito E-Cell gehen an die DB AG, DHL, Hermes Logistik, Vattenfall und WISAG. Insgesamt sollen in den kommenden Monaten 100 Fahrzeuge ausgeliefert werden. Der Hersteller erhofft sich davon Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des Antriebs. (mid/hh)

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