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Analyse
Autobauer intensivieren Werbung
Nach dem Krisenjahr 2009 investiert die Autoindustrie in Deutschland wieder mehr Geld in Werbung. Das geht aus einer aktuellen Analyse von Thomson Media Control und W&V Media hervor. Demnach haben die Media-Ausgaben in den ersten vier Monaten dieses Jahres leicht um 2,6 Prozent brutto auf 438 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugelegt. 2009 hatten die Autohersteller unterm Strich rund 1,3 Milliarden Euro für klassische Werbung und das Internet locker gemacht.
Hauptgrund für den Anstieg seit Jahresbeginn seien die notwendigen Kampagnen bei Modellwechseln oder Neueinführungen, hieß es. Zudem dürften viele Hersteller ihren Händlern Zuschüsse für lokale Werbung und Abverkaufsaktionen spendiert haben, um die unverkauften Fahrzeuge vom Hof zu bekommen, vermuten die Analysten.
Ihren Angaben zufolge stiegen zwischen Januar und April besonders die Spendings für Kleinwagen. Mehr Geld wurde auch für Werbung in den Segmenten Geländewagen, Oberen Mittelklasse und Cabriolets in die Hand genommen. Gespart wurde hingegen in den Fahrzeugkategorien Untere Mittelklasse und Mini sowie im Bereich Imagewerbung.
"Big Spender" war in diesem Jahr bislang Volkswagen mit etwas mehr als 57 Millionen Euro. Damit haben die Wolfsburger aber rund elf Prozent weniger für Werbung ausgegeben als im Vorjahreszeitraum. Auch Ford (minus 17,2 Prozent), Peugeot (minus 15,5 Prozent) und Opel (minus 13,8 Prozent) fuhren ihre Investitionen deutlich zurück. Die Premiummarken Mercedes-Benz und BMW vergrößerten dagegen ihr Werbebudget um mehr als ein Drittel. Die größten prozentualen Zuwächse wiesen Hyundai (plus 443,3 Prozent) und Nissan (plus 213,1 Prozent) aus. (rp)
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