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Marktflaute
Autobauer treten auf Produktionsbremse
Die internationale Autoindustrie tritt angesichts der Absatzflaute stärker auf die Bremse. Daimler schickt rund 150.000 Beschäftigte in verlängerte Weihnachtsferien. Mit dem Produktionsstopp an allen 14 deutschen Standorten reagiere das Unternehmen auf die unsichere Lage auf den weltweiten Automärkten, sagte Personalvorstand Günther Fleig am Montag in Stuttgart. Zuvor hatte bereits Opel seine Produktion gedrosselt. Auch BMW, Renault und PSA Peugeot-Citroën bauen seit Montag wegen der schwindenden Nachfrage weniger Fahrzeuge. Die Daimler-Zwangspause wird nach Angaben von Fleig bis zu vier Wochen betragen und vor allem über Arbeitszeitkonten umgesetzt werden. Sollte sich die Lage im Frühjahr nächsten Jahres nicht bessern, könne das Management weitere Maßnahmen nicht ausschließen. An dem Ziel, bis zum Jahresende die Produktion um 45.000 Fahrzeuge zu drosseln, halte der Konzern derzeit fest. Der im Jahr 2004 ausgehandelte und bis 2012 geltende Beschäftigungssicherungspakt werde nicht angetastet, sagte Fleig. "Der Vertrag gilt. Wir halten uns an diese Vereinbarung." Allerdings sei ein Bündel von Maßnahmen zur Flexibilisierung in der Vereinbarung ausgehandelt worden. Demnach kann unter anderem die Arbeitszeit von 35 auf 30 Stunden reduziert und generell Kurzarbeit angeordnet werden. Nach der Ankündigung des Konzerns sackte die Aktie des Autobauers um mehr als zwölf Prozent auf rund 19 Euro ab. Situation "absolut nicht dramatisch" "Wir sind noch nicht an der Grenze der Flexibilität angelangt", betonte Fleig. Die Situation sei "absolut nicht dramatisch". Betriebsbedingte Kündigungen, wie mit der Beschäftigungssicherung beschlossen, werde es trotz der Absatzschwäche nicht geben. Die Freizeit soll vor allem über Arbeitszeitkonten und Überstunden ausgeglichen werden. Nach Angaben einer Betriebsratssprecherin wurde bereits eine Einigung für das größte Montagewerk des Konzerns in Sindelfingen erzielt. Demnach werden vom 12. Dezember bis zum 12. Januar die Bänder in dem Werk ruhen. In den anderen deutschen Werken werden individuelle Einigung ausgehandelt, erklärte Fleig.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Bänder in Leipziger BMW-Werk stehen
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