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Studie
Autobranche erwartet weitere Konsolidierung
Im Zuge der Branchenkrise wird die Neuordnung der weltweiten Automobilindustrie aus Sicht von Top-Managern in den nächsten Jahren an Fahrt aufnehmen. Laut einer Umfrage rechnet eine deutliche Mehrheit von führenden Branchenvertretern für Asien, Europa und Nordamerika bis zum Jahr 2014 mit mehr Allianzen, Fusionen und Übernahmen. Hauptgründe seien Verschuldung und Insolvenzgefahr sowie der Zugang zu neuen Technologien und Produkten. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG unter 200 Top-Managern der internationalen Automobil- und Zuliefererindustrie. Sie wurde am Donnerstag in Berlin im Vorfeld der Autoshow in Detroit veröffentlicht, die am Montag beginnt. Im vergangenen Jahr war die Konsolidierung der Branche vorangeschritten. Beispiele sind die Allianz von Volkswagen und dem japanischen Autobauer Suzuki oder der Einstieg von Fiat bei Chrysler. 2009 hatte es auf wichtigen Absatzmärkten Absatzeinbrüche gegeben, vor allem in den USA, Japan und Osteuropa. Unter den Autokonzernen werden nach der Umfrage vor allem Volkswagen und Hyundai/Kia in den kommenden fünf Jahren ihren Marktanteil steigern. Dagegen werden die drei US-Autobauer General Motors und Chrysler weiter an Boden verlieren. Autoindustrie setzt auf Schwellenländer Die Autoindustrie setzt außerdem große Hoffnung in die Märkte Brasilien, Russland, Indien und China. Zahlreiche Hersteller und Zulieferer wollen dort in den nächsten fünf Jahren verstärkt oder erstmals investieren, so die KPMG-Umfrage. 58,5 Prozent der Befragten wollen sich demnach in China engagieren, 43 Prozent in Indien, in Russland ein Drittel und in Brasilien ein Viertel. Zugleich rechnet aber die Hälfte der befragten Unternehmen damit, dass in Brasilien, Russland und China spätestens in drei bis fünf Jahren Überkapazitäten auftreten. In Russland sehen 12 Prozent den Zustand schon erreicht. Zum Vergleich: In Westeuropa sehen 80 Prozent Überkapazitäten. (dpa)
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(Foto: Sebastian Willnow/ ddp)
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