Dienstag, 22.05.2012
08.01.2010
Share |
Studie

Autobranche erwartet weitere Konsolidierung

Im Zuge der Branchenkrise wird die Neuordnung der weltweiten Automobilindustrie aus Sicht von Top-Managern in den nächsten Jahren an Fahrt aufnehmen. Laut einer Umfrage rechnet eine deutliche Mehrheit von führenden Branchenvertretern für Asien, Europa und Nordamerika bis zum Jahr 2014 mit mehr Allianzen, Fusionen und Übernahmen. Hauptgründe seien Verschuldung und Insolvenzgefahr sowie der Zugang zu neuen Technologien und Produkten. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG unter 200 Top-Managern der internationalen Automobil- und Zuliefererindustrie. Sie wurde am Donnerstag in Berlin im Vorfeld der Autoshow in Detroit veröffentlicht, die am Montag beginnt. Im vergangenen Jahr war die Konsolidierung der Branche vorangeschritten. Beispiele sind die Allianz von Volkswagen und dem japanischen Autobauer Suzuki oder der Einstieg von Fiat bei Chrysler. 2009 hatte es auf wichtigen Absatzmärkten Absatzeinbrüche gegeben, vor allem in den USA, Japan und Osteuropa. Unter den Autokonzernen werden nach der Umfrage vor allem Volkswagen und Hyundai/Kia in den kommenden fünf Jahren ihren Marktanteil steigern. Dagegen werden die drei US-Autobauer General Motors und Chrysler weiter an Boden verlieren. Autoindustrie setzt auf Schwellenländer Die Autoindustrie setzt außerdem große Hoffnung in die Märkte Brasilien, Russland, Indien und China. Zahlreiche Hersteller und Zulieferer wollen dort in den nächsten fünf Jahren verstärkt oder erstmals investieren, so die KPMG-Umfrage. 58,5 Prozent der Befragten wollen sich demnach in China engagieren, 43 Prozent in Indien, in Russland ein Drittel und in Brasilien ein Viertel. Zugleich rechnet aber die Hälfte der befragten Unternehmen damit, dass in Brasilien, Russland und China spätestens in drei bis fünf Jahren Überkapazitäten auftreten. In Russland sehen 12 Prozent den Zustand schon erreicht. Zum Vergleich: In Westeuropa sehen 80 Prozent Überkapazitäten. (dpa)

 
 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

09. Januar 2010 10:32
Gertrud Korntheuer meint:
Lernt die Autoindustrie nie dazu ? Wir schlittern von einer Krise in die Nächste ! Trotz Marktbereinigung, infolge stark reduzierter Autohäuser und etlicher Allianzen, werden auch in Zukunft wieder fleißig "Überkapazitäten" aufgebaut, die dann zu Lasten des Händlers und unserer Umwelt wieder "verscherbelt" werden müssen.
Produzierte man bis vor Kurzem lediglich in Europa und Amerika Überkapazitäten, werden diese nun wissentlich weltweit produziert und forciert. Wohin gehen nun diese auf Halde stehende Karossen aus China, Indien und Rußland ?? Vielleicht ist ja ein findiger Automagnat schon im Gange und führt Gespräche mit den Marsmännchen in puncto Abnahmevereinbarungen zu Sonderkonditionen, wer weiß.
Es ist noch nicht so lange her, da hörte man sehr oft die These, wir gehen gestärkt aus der Krise ! Vermutlich ging das an der Autobranche vorbei.

1 Leserbriefe (Anzeige 1 bis 1)
1

"HB ohne Filter" vom 18. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute mit den Themen: BMW-Rekorde, Fiat-Kontraste und Die Autohaus-Zukunft: Personal! MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

Professionelles Teile- und Zubehörmanagement im Autohaus

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Teile- und Zubehörlager ertragreich managen! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr