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Ausblick 2009

- Autoexperten prophezeien der Branche für 2009 das schwerste Jahr seit dem Zweiten Weltkrieg.
Autobranche im Zangengriff
von Marion Trimborn
Rabenschwarze Aussichten für die Autoindustrie: Ein gefährlicher Mix aus Finanzkrise, Kreditklemme und hausgemachten Problemen hat die Hersteller in die schwerste Krise seit Anfang der 90er Jahre gebracht. Autoexperten prophezeien der Branche für 2009 sogar das schwerste Jahr seit dem Zweiten Weltkrieg – weltweit. Für Deutschland sagen die Branchenauguren 2,8 bis 2,85 Millionen Neuzulassungen voraus.
Der Abbau tausender Stellen und ein Händlersterben scheinen in der deutschen Schlüsselindustrie mit mehr als 760.000 Mitarbeitern unausweichlich. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) ruft nach der Politik. Dennoch ist längst nicht alles verloren: Manche Ökonomen halten die Schwarzmalerei für überzogen und empfehlen den Konzernen, schnell schadstoffarme Autos auf den Markt zu bringen – dann werde sich der Erfolg im Autohaus schon einstellen.
Die Finanzkrise hat die Autokonzerne in Bedrängnis gebracht. Zwar dümpelte der Inlandsabsatz auch 2007 schon vor sich hin, doch der Export ließ Ausfuhren und Produktion auf neue Rekorde springen. Jetzt aber brechen die Auslandsmärkte rapide weg. Selbst bei sicheren Abnehmern wie Russland, Osteuropa und China schwindet die Nachfrage nach Autos "Made in Germany". Im Inland springt die Politik der Industrie bei. Als Teil des Konjunkturpakets will die Bundesregierung umweltfreundliche Neuwagen für bis zu zwei Jahren von der Kfz-Steuer befreien. Doch es gibt Kritik: "Wegen 300 Euro Ersparnis kauft sich niemand ein neues Auto", sagt der Sprecher des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Helmut Blümer.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Hersteller auf dem "falschen Weg"
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