Dienstag, 07.02.2012
02.10.2009
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Ende der Abwrackprämie

Autohändler beklagen Absatzeinbruch

Einem Monat nach Auslaufen der Abwrackprämie klagen die Autohändler in Deutschland über einen massiven Absatzeinbruch. Nach Angaben des Bundesverbands freier Kfz-Händler (BVfK) ist der Neuwagenverkauf im September um rund 50 Prozent gegenüber dem Vormonat. "Der Absatz liegt rund die Hälfte niedriger als im August. Wir haben ein absolutes Nachfrageloch bei kleinen und preiswerten Autos", sagte der BVfK-Vorsitzende Ansgar Klein der "Bild"-Zeitung (Freitag). Der Zentralverband des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK) bestätigte die deutlichen Einbußen. Eine Sprecherin sagte der Zeitung, im September hätten die Autohändler voraussichtlich weniger Kaufaufträge erhalten als im Vorjahresmonat. Noch im August habe es dagegen ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gegeben. "Es ist wieder Normalität eingekehrt", erklärte die ZDK-Sprecherin. Auf die Neuzulassungen im September hat sich das schwache Autohaus-Geschäft zunächst noch nicht ausgewirkt. Wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Freitag in Frankfurt mitteilte, stieg die Zahl der Neuzulassungen im Inland auf Jahressicht um 21 Prozent auf 316.000. Auch gegenüber dem Vormonat August verzeichnete die Industrie ein deutliches Plus von 15 Prozent. Das offizielle Zulassungsergebnis will das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am kommenden Montag vorlegen. "Im September wächst der Absatz nach Ferienende immer und zudem wirkt sich die Prämie noch positiv aus", sagte ein Sprecher des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) in Bad Homburg. So hätten viele Käufer ein Auto bestellt und den Prämienantrag eingereicht, das Auto sei aber noch nicht ausgeliefert. Wegen dieses Folgeeffekts stehe der Markt nicht schlecht da.

 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

06. Oktober 2009 09:40
E.Kuehlwetter (wallibelli) meint:
@ S.Avenarius,
Gern geschehen,für die Blumen ein herzliches Dankeschön.
Mfg.Engelbert Kühlwetter
c/o Kühlwetter & Partner GmbH


05. Oktober 2009 14:18
S. Avenarius meint:
@E.Kühlwetter (wallibelli)
Kompliment Frau/Herr Kühlwetter! Ich bin von Ihren Ausführungen begeistert. Nur in Bezug auf die Aufgabe des Auto-Besitzdenkens glaube ich nicht, dass in der nächsten Dekade eine Veränderung zu erwarten ist. Das Automobil ist bei zu Vielen (und bleibt wohl) Egoverstärker, Rüstung und Selbstdarstellungsmittel


02. Oktober 2009 17:10
E.Kühlwetter (wallibelli) meint:
@ Andre Aslau,

Ich kann Ihre Situation absolut nachvollziehen. Wir haben ja nicht nur einen Strukturwandel auf der Anbebotsseite, auch auf der Nachfrageseite ist nichts mehr so wie es noch vor einigen Jahren einmal war.

Die Auswirkungen schwindender Langfristarbeitsverhältnisse,steigender privater Altersvorge der jüngeren und mittleren Generation, Rückgang des verfübaren Einkommens breiter Bevolkerungsschichten in abhängigen
Beschäftigungsverhältnissen,zeigen sich schon seit Anfang 2007 in fast jedem Automobilbetrieb.

" Der Kunde will über die gesamte Nutzungsdauer gut schlafen können
sonst kauft er kein neues Auto." habe ich schon im 1.Quartal 2007 mit Lösungsmöglichkeiten verantwortlichen Vertieblern von Herstellern und Importeuren wissen lassen. Aber wem sagt man das: "Wer nie ein Auto sein Eigen nennt, der auch des Kunden Not nicht kennt."

Da insbesondere die deutschen Premiumhersteller mit der Gehaltsumwandlungspredigt auch den allerletzten Sachbearbeiter in Firmen mit subventinierten Firmenwagen versorgt haben, bleibt vielen Händlern oft nur noch das Privatkundengeschäft mit den unsicheren Kantonisten.

Wenn man zu weit vom Geschehen weg ist, dauert es in Großonzernen etwas länger, bis man registriert, wer denn eigentlich die Konzernapparate am Leben hält. Niemand anders als das kundengerechte Produkt.

Man muss in einer Zeit immer schnelleren Wandels mit nie gekannten Volatilitäten die Frage stellen, ob die Autohersteller noch das
richtige Geschäftsmodell haben? Wer 4 Jahre Produktentwicklungszeit plus 6-8 Jahre Produktionszeit für den ROI benötigt,dabei nur marginal auf geänderte Rahmenbedingungen bzw. Marktveränderungen reagieren kann,ist heutzutage falsch aufgestellt.

Ich konnte bei meinen Gesprächen mit Verantwortlichen aus der Industrie an den Pressetagen der IAA feststellen, dass inzwischen ein Lerneffekt eingetritt.

1.Der Kunde akzeptiert durch die Bank die aufgerufenen Fahrzeugpreise und Sonderausstattungspreise nicht mehr.

2.Rationaslität und Funktionalität treten in den Vordergrund.Das Auto wird immer mehr als ein Transportmittel gesehen, mit dem man seine Mobilitätsbedürnisse preiswert, sicher, sparsam kostengünstig und umweltgerecht lösen will.

3.Die Masse der Kunden will und wird für Hybrid und e-mobile nicht mehr bezahlen als bisher.

4.Der Umschwung zu alternativen Antrieben kann nicht Top down sondern
muß im Volumenbereich starten.

5.Es müssen neue Mobilitätskonzepte her(z.B.Carsharing),da immer mehr Menschen, besonders jüngere sich kein eigenes Auto mehr zulegen wollen und können.

6.Mittel und langfristig wird nicht mehr der Besitz,sondern nur noch die Nutzung (punktuell oder permanent) im Vordergrund stehen.

Dass dieses neue Denken sogar bei Premiumarken schon erste Früchte zeigt, bestätigt sogar die Autobild von heute:

"Der neue BMW X1 ist ca.4.000,-€ billiger als ein gleich motorisierter und ausgestatteter 3er touring, die Extras kosten etwa 1/3 weniger. Trotzdem bietet er dem Kunden emotional viel mehr BMW-Auto als der Touring und ist ihm funktional in fast allen Punkten überlegen."

Gut Ding muss Eile haben,kann ich da nur sagen.

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