Dienstag, 22.05.2012
27.04.2010
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CO2-Labelling

Autohändler und DUH im Dauerclinch
Von Karolina Ordyniec, Ralf Padrtka und Frank Selzle

Das rigorose Abmahnverhalten der Deutschen Umwelthilfe (DUH) in Sachen CO2-Labelling treibt den deutschen Autohändlern die Zornesröte mehr denn je ins Gesicht. Die Zahl der Abmahnungen wegen angeblichen Verstößen gegen die Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV) sei weiterhin "sehr üppig", erklärte der Rechtsexperte des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK), Ulrich Dilchert, gegenüber AUTOHAUS Online. Konkret gehe es entweder um fehlende Angaben zum Energieverbrauch eines Fahrzeugs im Autohaus oder um Angaben in zu kleiner Schrift in Werbeanzeigen.

In jüngster Vergangenheit hatten sich Stimmen aus dem Handel gemehrt, die Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Vorgehensweise der Umwelthilfe hegen. Im ersten Schritt mahnt der grüne Wettbewerbsverein ein Autohaus ab und fordert eine Abmahngebühr von 200 Euro, im nächsten ergehen strafbewehrte Unterlassungsbescheide, die eine Konventionalstrafe von bis zu 10.000 Euro nach sich ziehen, sollte der Händler gegen die Unterlassungserklärung verstoßen.

Stark betroffen von der Abmahnwelle sind dem Vernehmen nach die Händler von Suzuki – eine Marke, die mit ihren verbrauchsarmen Kleinwagen eigentlich ganz nach dem Geschmack der Ökoaktivisten sein dürfte. Nach Angaben von Sascha Spindler, Geschäftsführer des Händlerverbands, haben bereits mehr als 100 Suzuki-Partner in Deutschland unliebsame Post von der DUH erhalten. Die Abmahnungen hätten zuletzt stark zugenommen, berichtete Spindler, dessen Verband rund 300 Kfz-Betriebe vertritt. "Es hat den Anschein, dass die Umwelthilfe nur nach einem Grund sucht, um abzuzocken."

Der Vorwurf, die DUH verkomme zu einem reinen Abmahnverein, wies Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch im Gespräch mit diesem Dienst zurück. Die Kontrolle von Umweltvorschriften und die Abmahnung von Verstößen sei nur ein kleiner Teil der täglichen Arbeit. "Wer die Durchsetzung von Klimavorschriften fordert, ist leider oft der Dumme. Mit den Vorwürfen können wir leben. Gerne würden wir noch effektiver kontrollieren."

"Immer neue Tricks"

Laut Resch registriert der Verband mehrere Dutzend Fälle im Automobil-Bereich pro Monat. Davon sei die Mehrzahl im Autohandel angesiedelt. "Leider finden wir immer neue Tricks, mit denen versucht wird, die gesetzlichen Vorgaben zu umgehen. Das können wir als Verbraucherschutzverband nicht akzeptieren. Da die Behörden Verstöße bisher nicht verfolgen, mahnen wir uns bekannte gewordene Verstöße ab." Die Abmahngebühr von 200 Euro sei durch den hohen Rechercheaufwand gerechtfertigt, betonte Resch.

 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

16. März 2011 13:07
KFZ Ruge meint:
Auch wir haben eine Abmahnung am 15.03.2011 erhalten
Diese DUH macht also munter weiter wohl in ganz Deutschland. Das kann doch nicht das Ziel dieses e.V. sein Hautohändler abzuzocken oder doch?
Neuwagen Berlin Fred Ruge


01. Oktober 2010 14:42
Volker Speith meint:
Habe Ärger mit Jürgen Resch Deutsche Umwelthilfe, wegen Nichtangabe von Kraftstoffverbrauch bei Tageszulassung

Volker Speith 0170-80 40 899


29. April 2010 15:32
Sascha Spindler, Suzuki Automobil Händlerverband e.V. meint:
Die Deutsche Umwelthilfe zeigt uns das 1x1 der Lobbyarbeit. Ich hoffe andere Händlerverbände sowie ZDK und VDIK werden langsam wach und unterstützen die Händler und Hersteller/Importeure, um der Deutschen Umwelthilfe wegen der gelebten Vehältnislosigkeit. Hierbei wird das schwächste Glied in der Kette mit maßlos überzogenen Forderungen bombardiert. Wo sind eigentlich in der TV-Werbung oder Radio-Werbung die Verbrauchsangaben ausreichend groß/laut gekennzeichnet? - das schwächste Glied - in unserem Fall der Automobilhändler - wird grenzenlos abgezockt. Wir bleiben dran, an dieser Sache und haben vor der DUH keine Angst.

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