Mittwoch, 08.09.2010
07.08.2009
Studie
Beim Löwenanteil der Autohäuser sind die Verkäufer auch für telefonische und elektronische Anfragen zuständig.

Autohäuser vernachlässigen Leadmanagement

In vielen Autohäusern herrscht großer Verbesserungsbedarf beim Verkaufsprozess. Besonders beim Leadmanagement gebe es erhebliche Mängel, beispielsweise bei der Antwortquote und der Reaktionszeit auf Anfragen, teilte das Beratungsunternehmen Incovis unter Berufung auf die Studie "Automotive Report 2009" mit. Demnach seien ein Viertel aller Handelsbetriebe häufig auch während der Öffnungszeiten nicht greifbar. Laut Studie setzen mehr als 40 Prozent der befragten Autohäuser ihre Reaktionszeit bei durchschnittlich mehr als neun Stunden, 29 Prozent sogar bei über 24 Stunden an. Nur knapp jeder zweite Händler (47 Prozent) würde mit einer Reaktionszeit von unter vier Stunden die Erwartungen der Interessenten erfüllen. Probleme identifizierte die Analyse auch bei der Berater-Kompetenz und dem Informationsgehalt der Antworten. Gerade einmal 16 Prozent der Betriebe hätten bei der telefonischen und elektronischen Annahme verkaufsrelevanter Anfragen ein speziell geschultes Qualifizierungsteam zur Verfügung. Beim Löwenanteil der Autohäuser seien hierfür die Verkäufer zuständig – 62 Prozent nehmen telefonische, 70 Prozent Anfragen per E-Mail an. Anfragen im Nirgendwo Nach den Beobachtungen der Experten sind die Verkäufer jedoch häufig nicht erreichbar, da sie Kundengespräche vor Ort führen. Notiere die Telefonzentrale in diesem Fall eine Rückrufnummer, gehe diese oft unter, hieß es. Auch Antwort-E-Mails seien meistens nicht genügend informativ. Probefahrten oder ein Beratungsgespräch beispielsweise hätte nur weniger als die Hälfte angeboten. Einen wesentlichen Grund für die zum Teil schlechten Ergebnisse sehen die Macher der Studie einerseits im fehlenden Bewusstsein, wie wichtig ein professionelles Leadmanagement ist, andererseits in nicht effizienten Prozessen oder nicht vorhandener Prozesssteuerung in den Betrieben. Für die Studie wurden 60 Experten, darunter Geschäftsführer, Verkaufs- und Marketingleiter aus deutschen Autohäusern, befragt. Zudem wurde mit dem Softwareanbieter Consol im April 2009 eine ergänzende Mystery-Shopping-Aktion bei 14 Unternehmen durchgeführt. (se)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

11. August 2009 09:13
Dirk Pauling meint:
Mystery Shopping - interessant und sinnvoll ist es in meinen Augen aber nur, wenn im Anschluß die Schwachstellen sowie Lösungsvorschläge aufgezeigt werden & das Autohaus bzw. die betreffenden Mitarbeiter in diesem Prozess durch qualifiziertes Personal begleitet werden. Mystery Shopping das nur auf Margenkürzung oder andere Gängeleien abzielt bzw. durch angeworbenes Personal durchgeführt wird, das eine Checkliste abarbeitet (wurde Ihnen ein Getränk angeboten), tragen nicht zu einer Verbesserung der Prozesse im Autohaus bei - das Gegenteil ist der Fall -> es frustet ungemein.

Aber was wollen die Hersteller heutzutage vom Händler/Verkäufer? Auf der einen Seite Zulassungen, Zulassungen, Zulassungen auf Teufel komm raus! Wenn ein Verkäufer seine Provisionserlöse im Jahr 2009 mit denen vom Jahr 2004 vergleicht, dann stellt er eine dratische Verringerung fest. Und dabei liegt ein großer Teil des Verschuldens beim Hersteller (aktives in den Markt drücken ist kein verkaufen liebe Hersteller), da er den Wert & die Wertschätzung seiner Produkte durch aggressive Preisbewerbung & Verkaufsprogramme selber schmälert. Und der Verkäufer schaut auf seine Erträge und fragt sich: "Was soll ich für das Geld noch alles machen?"


10. August 2009 19:46
Horst Kuhlemann ("AutohausScout") meint:
Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Hoffnung gebe ich nicht auf. Die Hoffnung, hier in diesem Portal zwar unterschiedliche Meinungen und auch verschiedene Erfahrungen austauschen zu können, aber trotzdem mit "offenem Visier zu kämpfen"!
Es ist doch wesentlich spannender zu erfahren, wer welche Meinung vertritt und was es für Gründe geben kann, an dieser oder jener Meinung etwas auszusetzen oder- viel besser- an anderen Meinungen ernsthaft interessiert zu sein und sich mit Respekt auszutauschen.
An dieser Stelle mein Dankeschön an die Redaktion, zukünftig nur noch Kommentare mit ordentlichem Absender zu veröffentlichen
(Ja??? - kaba, Bär und Summ)

Zum o.g. Thema,
ich könnte von höchst interessanten Begegnungen mit Kundenkontaktpersonal in Autohäusern berichten und damit möglicherweise neue Diskussionen auslösen, deren Inhalte dann doch auf mehr oder weniger Bekanntes hinauslaufen.
Ich möchte hier einen Versuch starten, in der Hoffnung, dass es erstens -
keine Bedenken der Redaktion gibt,(es folgt meine Adresse)
zweitens -
mutige Vertriebsmenschen gibt, die ein faires Feedback akzeptieren
drittens -
die Mutigen auch zeitlich flexibel sind (Terminplanung)

Warum Mut? Werden Sie sich eventuell fragen?

Nehmen Sie Kontakt mit mir auf, ich werde Ihnen gerne antworten.
horstkuhlemann@aol.com

(!!! Streng vertraulich - versteht sich !!!)
Sie möchten ja etwas erreichen!

Mit unerschüterlichem Optimismus grüßt

Horst Kuhlemann


09. August 2009 12:58
Dieter Woelk meint:
Aktiver Ausendienst,und Leadmangement entscheiden über Erfolg oder
Nichterfolg eines Autohauses ,in der Zukunft mehr als viele Vertriebsleiter wahrhaben wollen.

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