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Studie

- Beim Löwenanteil der Autohäuser sind die Verkäufer auch für telefonische und elektronische Anfragen zuständig.
Autohäuser vernachlässigen Leadmanagement
In vielen Autohäusern herrscht großer Verbesserungsbedarf beim Verkaufsprozess. Besonders beim Leadmanagement gebe es erhebliche Mängel, beispielsweise bei der Antwortquote und der Reaktionszeit auf Anfragen, teilte das Beratungsunternehmen Incovis unter Berufung auf die Studie "Automotive Report 2009" mit. Demnach seien ein Viertel aller Handelsbetriebe häufig auch während der Öffnungszeiten nicht greifbar. Laut Studie setzen mehr als 40 Prozent der befragten Autohäuser ihre Reaktionszeit bei durchschnittlich mehr als neun Stunden, 29 Prozent sogar bei über 24 Stunden an. Nur knapp jeder zweite Händler (47 Prozent) würde mit einer Reaktionszeit von unter vier Stunden die Erwartungen der Interessenten erfüllen. Probleme identifizierte die Analyse auch bei der Berater-Kompetenz und dem Informationsgehalt der Antworten. Gerade einmal 16 Prozent der Betriebe hätten bei der telefonischen und elektronischen Annahme verkaufsrelevanter Anfragen ein speziell geschultes Qualifizierungsteam zur Verfügung. Beim Löwenanteil der Autohäuser seien hierfür die Verkäufer zuständig – 62 Prozent nehmen telefonische, 70 Prozent Anfragen per E-Mail an. Anfragen im Nirgendwo Nach den Beobachtungen der Experten sind die Verkäufer jedoch häufig nicht erreichbar, da sie Kundengespräche vor Ort führen. Notiere die Telefonzentrale in diesem Fall eine Rückrufnummer, gehe diese oft unter, hieß es. Auch Antwort-E-Mails seien meistens nicht genügend informativ. Probefahrten oder ein Beratungsgespräch beispielsweise hätte nur weniger als die Hälfte angeboten. Einen wesentlichen Grund für die zum Teil schlechten Ergebnisse sehen die Macher der Studie einerseits im fehlenden Bewusstsein, wie wichtig ein professionelles Leadmanagement ist, andererseits in nicht effizienten Prozessen oder nicht vorhandener Prozesssteuerung in den Betrieben. Für die Studie wurden 60 Experten, darunter Geschäftsführer, Verkaufs- und Marketingleiter aus deutschen Autohäusern, befragt. Zudem wurde mit dem Softwareanbieter Consol im April 2009 eine ergänzende Mystery-Shopping-Aktion bei 14 Unternehmen durchgeführt. (se)
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(Foto: Sebastian Willnow/ddp)














