Dienstag, 22.05.2012
04.02.2009
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Marktkrise

Autohausgruppe Heck ist zahlungsunfähig

Die vier eigenständigen Gesellschaften der Autohausgruppe Heck haben bei den zuständigen Amtsgerichten in Koblenz und in Bad Kreuznach Insolvenzantrag gestellt. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Jens Lieser am Mittwoch mitteilte, führten zwei aufeinander folgende Geschäftsjahre mit schwachem Neu- und Gebrauchtwagenabsatz zu der finanziellen Schieflage. Die Finanzmarktkrise habe die Situation im vergangenen Halbjahr nochmals verschärft. Nach den Worten von Lieser läuft der Betrieb zunächst ohne Einschränkungen weiter. Die Löhne und Gehälter der ca. 80 Beschäftigten seien durch das Insolvenzgeld bis Ende März gesichert. Der Koblenzer Rechtsanwalt will sich zunächst einen Überblick über das Unternehmen verschaffen und nach Lösungen für eine Betriebsfortführung suchen. Diesbezüglich sei er "verhalten zuversichtlich". "Es ist sehr bedauerlich, dass die seit Ende Januar geltende Abwrackprämie für Heck zu spät gekommen ist", erklärte der Verwalter. Von der Insolvenz betroffen sind drei Standorte in Dörth mit den Marken Ford, Volvo und Nissan sowie die dazugehörige Shell-Tankstelle. Der vierte Heck-Standort in Simmern, in dem Ford-Fahrzeuge verkauft werden, ist ebenfalls zahlungsunfähig. Die Handelsgruppe gilt als größter Anbieter der genannten Automarken in der Region. (rp)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

05. Februar 2009 10:10
Marketingmanager meint:
Im Angesicht der automobilen Branchenkrise hat sich das in den neunziger Jahren begonnene Konzept der Mehrmarkenhändler selbst entzaubert. Schließlich ist es auch für die Kunden oftmals nicht nachvollziehbar gewesen, weshalb der Händler plötzlich eine neue Marke in seinem Sortiment lobte, die er davor bekämpfte. Ähnliches gilt auch für die fusionierten und/oder neu gebauten Standorte. Die Kosten konnten nicht durch "Synergieeffekte" gesenkt werden, sondern explodierten: doppeltes Teilelager, doppelte Verkaufsmannschaft, doppeltes Servicepersonal, doppelte Geschäftsführung...

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