Dienstag, 22.05.2012
28.07.2008
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Studie

Autoindustrie überschätzt chinesischen Markt

Die Autohersteller überschätzen laut einer Studie das Wachstumspotenzial des chinesischen Marktes. Nach Einschätzung der Unternehmensberatung Bain & Company müssen sie sich darauf einstellen, das Absatzziel von 9,3 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2010 zu verfehlen, schreibt die "Wirtschaftswoche". Die Unternehmensberater gehen von rund 7,9 Millionen Fahrzeugen aus. "Unsere Studie zeigt, dass die Hersteller den Markt stark überschätzen und zu hohe Absatzziele in China ausrufen", sagte Jörg Gnamm, Partner und Autoexperte bei Bain & Company. "Es geht um eine Größenordnung von 1,5 Millionen Autos. Das entspricht etwa der Hälfte des Absatzes in Deutschland oder der Kapazität von vier bis fünf Pkw-Werken." Die Entwicklung sei weniger ein Problem für Premiumhersteller wie Audi, Mercedes oder BMW, da sie nur vergleichsweise kleine Stückzahlen in China absetzten. Da die hohen Produktionskapazitäten vor allem bei kleinen und mittleren Fahrzeugen aufgebaut würden, seien von den möglichen Überkapazitäten vor allem Volumenhersteller wie Volkswagen, General Motors oder Toyota betroffen. "Der chinesische Automarkt wird zwar auch in den kommenden Jahren mit rund zwölf Prozent wachsen", schätzt Bain-Berater Gnamm. Das Land stehe deshalb ganz oben auf der Liste der Volumenhersteller. Der Markt sei aber also extrem wettbewerbsintensiv. "Man kann dort viel Geld verlieren, wenn man falsch vorgeht." Bain &company erstellte die Studie im Auftrag der "Wirtschaftswoche". Vor einigen Tagen hatte auch der Konzernchef von Renault und Nissan, Carlos Ghosn, in einem Zeitungsinterview davor gewarnt, dass der chinesische Markt hinter den rasanten Wachstumsraten der vergangenen Jahre zurückbleiben könnte. (dpa)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

31. Juli 2008 20:10
Schmid meint:
Wer kann eingentlich so naiv sein, zu glauben und anzunehmen, dass das Wachstum im Fahrzeugmarkt stetig zunimmt.Zunächst werden Ford und GM massive zurückstecken müssen (oder verschwinden) und die deutschen Automobilbauer auch massive Einbussen haben werden. Wer glaubt, dass die Preise heute im Butter und Brotsegment (Volumenfahrzeuge ) noch bei der Kundschaft ankommen, irrt gewaltig.
Schlimmmer noch(leider): alle haben geschlafen, rechtzeitig die Weichen für preiswerte- ohne "Innovations"schnickschnack- und ökologisch getrimmte Fahrzeuge zu stellen. Man darf eigentlich nicht einmal daran denken, dass ein japanisches oder sonstiges Marken-logo mal auf den Büroetagen der zentralen deutscher Automobilunternehmen die "Runde dreht". Wer den Preis für diese OEM bezahlt? Schnäppchen aus der Portokasse der "Starken".Wer das wohl ist?

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