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Oktober-Bilanz
Autokäufer streiken in Europa
Der Autoabsatz in Europa ist im Oktober um 14,5 Prozent unter den Vorjahreswert gefallen. Damit ging das Geschäft mit Neuwagen im sechsten Monat in Folge zurück. Insgesamt kamen nur noch 1,13 Millionen Autos neu auf die Straße, teilte der europäische Herstellerverband ACEA am Freitag in Brüssel mit. Im Zeitraum Januar bis Oktober betrug der Rückgang 5,4 Prozent auf 12,85 Millionen Einheiten. Als Grund führte der ACEA die internationale Wirtschafts- und Finanzkrise an. Den Angaben zufolge gingen vor allem die westeuropäischen Märkte auf Talfahrt. Durchschnittlich wurden 15,5 Prozent weniger neue Autos angemeldet als vor einem Jahr. Spanien registrierte 40 Prozent weniger Neuzulassungen, Großbritannien kam auf ein Minus von 23 Prozent. Der italienische Markt schrumpfte um knapp 19 Prozent. Auf einem Niveau lagen Deutschland und Frankreich mit minus 8,2 bzw. 7,4 Prozent. Im Gegensatz zu den Vormonaten zeigte auch in den neuen EU-Mitgliedsstaaten die Neuzulassungskurve nach unten (minus 3,2 Prozent). Aus Markensicht trotzten im Berichtsmonat nur der Billiganbieter Dacia und die Premiummarken Jaguar und Audi der Nachfrageflaute. Gegen den Trend verkaufte die Renault-Tochter Dacia im Oktober 78,9 Prozent mehr Fahrzeuge; in den ersten zehn Monaten schafften die Rumänen ein Plus von 45,9 Prozent. Jaguar brachte im Oktober 19,5 Prozent mehr Neuwagen an die Kunden und erzielte seit Jahresbeginn ein Absatzplus von 16 Prozent. Bescheidener fiel der Zuwachs bei der VW-Tochter Audi aus, die seit Januar 0,1 Prozent und im Oktober 3,6 Prozent mehr Wagen ausgeliefert hat. Sämtliche Autokonzerne – auch die Mutterunternehmen der drei Gewinner-Marken – verbuchten dagegen starke Einbrüche. Besonders betroffen waren Chrysler (minus 50,3 Prozent), die Jaguar/Land Rover-Gruppe (minus 36,2 Prozent) und Honda (minus 27,6 Prozent). Aber auch Toyota, Kia und General Motors mit den Marken Opel, Chevrolet und Saab verloren im Oktober mehr als ein Viertel ihres Geschäfts. (dpa/rp) Weitere Details sind unten in der Downloadbox abrufbar.
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(Foto: Norbert Millauer/ddp)
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