Die wichtigsten Kriterien für die Entscheidung beim Autokauf sind die Sicherheit und der Preis. Laut einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos im Auftrag von Credit-Plus steht der Umweltaspekt erst an dritter Stelle. Fünf Prozent der Deutschen beabsichtigten, ein Auto zu kaufen. Damit sei die Zahl der potenziellen Wagenkäufer nach vier Prozent im Herbst 2009 wieder leicht gestiegen. Die Marktbeobachter kommen zudem zu der Erkenntnis, dass Gebrauchtwagen "in" seien. 60 Prozent der Autokäufer favorisierten demnach einen Gebrauchtwagen, 35 Prozent einen Neuwagen.
Unter den Umweltaspekten achten 77 Prozent der Autokäufer laut Studie auf den Benzinverbrauch. Der CO2-Ausstoß ist mit 69 Prozent das zweitwichtigste Argument für oder gegen ein Auto, danach folgen die Schadstoffklasse (60 Prozent) und die alternativen Antriebstechniken (42 Prozent). Feinstaubbelastung hingegen nennen den Marktforschern zufolge nur 0,5 Prozent, die Verwendung von Biogas lediglich 0,4 Prozent.
Frauen achten zu 79 Prozent auf den Spritverbrauch, Männer zu 76 Prozent. Bei der CO2-Frage seien Frauen (70 Prozent) ebenfalls sensibler als Männer (67 Prozent). Dafür achteten Männer mehr auf alternative Antriebstechnik, hieß es.
Insgesamt, so konstatiert Ipsos, sehen 69 Prozent der Konsumenten die Entwicklung des eigenen Lebensstandards trotz der angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen optimistisch. Obwohl 64 Prozent der Deutschen über 1.250 Euro für kurzfristige Ausgaben zur Verfügung haben – so viel wie seit 2006 nicht mehr –, habe dennoch jeder Dritte keine Lust zu konsumieren. (se)