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Insolvenzverfahren eröffnet
Automag vor dem Aus
Nach über 80 Jahren endet die Geschichte des ältesten BMW-Händlers Deutschlands. Am Freitag sei das Insolvenzverfahren über die Automag – Buchner + Linse GmbH eröffnet worden, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Josef Nachmann in München mit. Dies bedeute aber nicht die endgültige Einstellung des Betriebes. Nach wie vor gebe es mehrere Interessenten, die das Autohaus ganz oder teilweise übernehmen wollten. Nachmann will Mitte Juni bekannt geben, welcher Investor den Zuschlag erhält. Bis dahin hält der Rechtsanwalt nach eigenen Angaben die Betriebe mit Hilfe von Dienstleistern offen. Sowohl die Entgegennahme von Serviceaufträgen als auch Kaufgespräche seien möglich. Angenommene Aufträge würden dann vom künftigen Betreiber abgearbeitet. Die Automag hatte Ende Februar wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt. Als Auslöser für die Liquiditätsprobleme wurden vor allem die hohen Kosten bei der Rücknahme von Leasingfahrzeugen und der insbesondere im Großraum München festzustellende Margendruck genannt. Zuletzt waren drei überregional tätige Händler als mögliche Investoren im Gespräch. Nach Angaben von Nachmann soll im Juni sowohl in der Hauptstelle in der Landsberger Straße als auch an den Standorten Zamdorf und Fürstenfeldbruck der Betrieb wiederaufgenommen werden. 97 Prozent der ehemals rund 200 Mitarbeiter seien in eine so genannte Transfergesellschaft gewechselt, deren Finanzierung von der BMW AG unterstützt worden sei. Der Insolvenzverwalter hofft, dass die meisten Beschäftigten in den neuen Betrieben eine Anstellung finden. Alle potenziellen Investoren hätten überdies zugesichert, die 47 Auszubildenden geschlossen zu übernehmen. Ihnen wurde erst zum 30. Juni 2009 gekündigt. (rp)
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(Foto: Buchner+Linse GmbH )
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