KBA: Automarkt erholt sich im April

05.05.2008 12:32 Uhr
Der deutsche NW-Markt hat im April um ein Fünftel zugelegt - auch dank drei zusätzlicher Arebitstage.
© Foto: ddp / Johannes Simon

Die Zahl der Neuzulassungen ist im Berichtsmonat auf rund 318.000 gestiegen. Das bedeutete einen Zuwachs von 20 Prozent gegenüber April 2007. Trotz eines niedrigen Ausgangswerts und drei Arbeitstagen mehr blieb unter dem Strich ein Plus übrig.

Der deutsche Pkw-Markt ist im April kräftig gewachsen. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts vom Montag stieg die Zahl der Neuzulassungen auf 317.960 – ein Wachstum von 20 Prozent gegenüber dem April des Vorjahres. Damit hat der Markt in den ersten vier Monaten 2008 mit einem Plus von 7,3 Prozent und 1,05 Millionen Autos zum Vorjahreszeitraum deutlich aufgeholt. Damals waren die Zahlen durch Vorzieheffekte bei Autokäufen im vierten Quartal 2006 von zweistelligen Rückgängen gekennzeichnet. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) machte die bessere Lage am Arbeitsmarkt, das bessere Konsumklima sowie neue klimafreundliche Modelle für das Wachstum verantwortlich. Dieses sei allerdings auch durch drei zusätzliche Arbeitstage nach oben verzerrt. Doch auch bereinigt blieb unter dem Strich ein Plus übrig. "Das Inlandsgeschäft bleibt auf Stabilisierungskurs", hieß es in Frankfurt. Trotz des neuen Optimismus hält die Autoindustrie vorerst an ihrer Prognose für das laufende Jahr fest und erwartet einen leichten Anstieg der Neuzulassungen von 3,15 auf 3,2 Millionen Wagen. Sorgen bereiten nach wie vor die Privatkäufer. Laut Importeursverband VDIK ist seit Jahresbeginn auf dem Privatmarkt nur eine leichte Entspannung erkennbar. So habe die private Nachfrage um ca. 70.000 Einheiten zugelegt und damit den starken Nachfrageeinbruch vom Vorjahr von rund 100.000 Fahrzeugen erst teilweise ausglichen. VDIK-Präsident Volker Lange forderte am Montag von der Politik erneut mehr Klarheit über Regelungen zum Schadstoffausstoß von Neuwagen. Den Angaben zufolge entfielen im April– wie in den Vormonaten – mehr als die Hälfte der Neuzulassungen auf gewerbliche Halter, in private Hand gingen 41,1 Prozent. Sehr gefragt waren vor allem Modelle aus dem Mini-Segment (plus 50,2 Prozent) und Wohnmobile (plus 28,9 Prozent). Die Anmeldungen von neuen Cabriolets kletterten zum Beginn der Freiluftsaison um 25,7 Prozent. Fünf Verlierer Bei der Marken-Betrachtung konnten bis auf Alfa Romeo (minus 56,2 Prozent), Chrysler/Jeep/Dodge (minus 22,1 Prozent), Honda (minus 18,6 Prozent), Toyota/Lexus (minus 16,9 Prozent) und Volvo minus sechs Prozent) alle Fabrikate am April-Aufschwung teilhaben. Marktführer VW legte laut KBA-Statistik bei den Neuzulassungen ebenso um ein Viertel zu wie Opel. Ford steigerte sich um 42,1 Prozent. Im Vergleich der Premiumanbieter hatte Mercedes in absoluten Zahlen die Nase vorn, prozentual BMW (plus 27,7 Prozent). Audi erzielte einen Zuwachs von 9,1 Prozent. Wie die Behörde weiter berichtete, wechselten im April 585.017 Pkw den Halter und bescherten dem Gebrauchtwagenmarkt ein Plus von 8,8 Prozent. Von Januar bis April dieses Jahres wurden 3,8 Prozent mehr gebrauchte Autos als im Vorjahreszeitraum umgeschrieben. (rp) Weitere Details sind unten in der Downloadbox abrufbar.

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