Die jüngsten Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes bestätigen die vom Institut für Automobilwirtschaft (IFA) im Oktober gestellte Prognose, dass es in diesem Jahr auf dem deutschen Automobilmarkt zu einem Vorzieh-Effekt von rund 80.000 Einheiten kommen wird. Von September bis einschließlich November wurden in Deutschland 67.012 mehr Fahrzeuge zugelassen als im Vorjahr. Noch stärker war der Zuwachs im Privatkundengeschäft mit knapp 70.000 Einheiten. Dagegen betrug der gesamte Zuwachs im Zeitraum Januar bis August 2006 lediglich 5.589 Einheiten. Nach Einschätzung des wissenschaftlichen IFA-Leiters, Willi Diez, unterstreicht die Beschleunigung des Absatzes neuer Fahrzeuge an Privatkunden die Einschätzung, dass die Mehrwertsteuererhöhung zu vorgezogenen Käufen in großem Umfang führt: "Die Mehrwertsteuererhöhung beflügelt in einem positiven Konsumklima den Fahrzeugverkauf. Allerdings werden diese Verkäufe im nächsten Jahr fehlen." Das IFA erwartet für das Jahr 2007 ein Neuzulassungsvolumen von rund 3,3 Mio. Einheiten nach rund 3,45 Mio. Einheiten in diesem Jahr. (ab)
Automarkt-Prognose: IFA sieht sich bestätigt
Vorzieh-Effekt von mindestens 80.000 Fahrzeugen im Jahr 2006