Dienstag, 22.05.2012
03.12.2008
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VDA

Automarkt rutscht 2009 unter Drei-Millionen-Grenze

Die deutsche Autoindustrie steckt wegen des massiven Absatzeinbruchs in der schwersten Krise seit Anfang der 90er Jahre und muss tausende Stellen streichen. Nach zwei mageren Jahren rechnet der Verband der Automobilindustrie (VDA) 2009 mit einer Verschärfung der Krise und dem geringsten Autoabsatz in Deutschland seit der Wiedervereinigung. "Die Automobilmärkte haben eine Talfahrt genommen, die in dieser Geschwindigkeit und Ausprägung noch nie vorher stattgefunden hat", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann am Mittwoch in Frankfurt. Sowohl im Inland wie im Ausland brechen wegen der weltweiten Wirtschaftskrise die Märkte weg. Seit September kappten die Hersteller bereits 1.850 Arbeitsplätze und schickten knapp 10.000 Zeitarbeiter nach Hause. "Die Krise wird weitere Auswirkungen auf die Beschäftigung haben", warnte Wissmann, ohne Zahlen zu nennen. Jeder siebte Arbeitsplatz in Deutschland hängt von der Autoindustrie mit 761.600 Mitarbeitern ab. Verlängerte Weihnachtsferien, Produktionspausen und der Abbau von Arbeitszeitkonten seien nur ein erster Schritt. Die Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe mache Herstellern und Zulieferern zu schaffen. Auch das Geschäft mit Lastwagen und Transportern sei auf Talfahrt. Im nächsten Jahr rechnet der Verband für Deutschland nur noch mit bestenfalls 2,9 Millionen Neuzulassungen - das wären so wenige wie noch nie seit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990. Experten sind noch pessimistischer: Das Forschungsinstitut "CAR" erwartet statt eines Minus von sieben Prozent einen Rückgang von 8,1 Prozent auf nur noch 2,85 Millionen verkaufte Autos in Deutschland. 2008 sollen etwa 3,1 Millionen Autos neu zugelassen werden. Export schrumpft zweistellig Wegen der nachlassenden Nachfrage wird laut VDA der Export - das bisherige Zugpferd der Industrie - erstmals seit fünf Jahren 2008 zweistellig schrumpfen. "Die Konjunktur kippte in den letzten Monaten regelrecht ab", sagte Wissmann. Für das Gesamtjahr erwartet der Verband noch Ausfuhren von maximal 4,2 Millionen Wagen nach 4,3 Millionen im Vorjahr. In einstige Wachstumsmärkte wie China und Russland hätten die deutschen Hersteller im Oktober zehn beziehungsweise 20 Prozent weniger Autos verkauft.

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Verhalten der Banken verschärft laut Wissmann die Lage

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

04. Dezember 2008 17:37
Frank van der Velde meint:
Top Manager nennen sich die Bosse, überwacht von Politikern in Aufsichtsräten die keine Ahnung haben, aber vor jeder Kamera schlau reden. Millionengehälter,Steuersubventionen,Fördergelder etc.etc.-"ach waren wir erfolgreich" !
In Wahrheit, hat sich ein Großteil der Elite unserer Gesellschaft im Erfolg gesonnt und vergessen, dass Erfolg durch harte Arbeit entsteht.
Renditegeilheit und Gewinnmaximierung war das Motto. Arbeitnehmer ausbeuten, kein Weihnachtsgeld zahlen,billige Arbeitskräfte in Zeitverträgen drängen.Kein Wunder,dass der Konsum durch die arbeitende Gesellschaft rückläufig ist. Will nur keiner hören von den Top Leuten. Und die Medien waren auch schon besser ! Ich kann das Gejammer aus Politik und Industrie nicht mehr hören, wenn die es nicht können, bitte abtreten.Ich bin überzeugt das der Mittelstand es wieder richten muß und es richten wird.Und dann wird auch der Automarkt wieder stabiler. Ach ja, ich hatte vergessen das ich seit 1986 Autos verkaufe, es gab und gibt immer wellenbewegungen im Geschäft. Aber das versteht die heutige Laptop Generation ja nicht. Ich glaube an ein gutes neues Jahr.


04. Dezember 2008 15:37
Johannes Brzank meint:
Zum Glück haben wir die Finanzkrise! Auf diese "Pest" kann sich ja jeder darauf berufen. Es ist schon bezeichnend, dass ausgerechnet die um Finanzspritzen und staatliche Hilfe betteln, die ihr Geschäft in all den Jahren NICHT verstanden haben oder gar schlimmer noch: die in dreister Art und Weise das Geld Ihrer Kunden verzockt haben.
Unsere Politiker sind nun nicht mal vom Deutschen Wesen zu trennen und so wird auch dort gejammert, das die Schwarte kracht. Das Jammern ist nunmal des Deutschen liebstes Hobby.
Bestraft werden in diesen Zeiten die, die der angeordneten Untergangsstimmung die Stirn bieten. Es werden mit Sicherheit nicht die Existenzgründer, mutige Jungunternehmer und der immer noch impulsgebende Mittelstand belohnt. Für diese wird es bei den nächsten Bankgesprächen mit Sicherheit ein Spiessrutenlauf werden, letztlich mit dem Ergebnis, wenn ein Kredit, dann mit "angepaßten" Zinsen, die sich gewaschen haben. Was lernen wir wieder daraus: Auch aus einer Krise kann man Kapital schlagen!?
Nein: Wir brauchen Mutige, Visionäre, Querdenker, Intelligenz, neue Ideen und wir brauchen auch wieder Mut zum Risiko. Steckt nicht in jeder Krise auch die Chance für einen Neuanfang! Jammern hat noch nie die Welt verändert. Es zählt der Wille, der Mut und die Tatkraft zu Veränderungen.


04. Dezember 2008 10:02
Walter Pühringer meint:
Würde gerne wieder Autos verkaufen! Der krise zum Drotz ! Bin 53 Jahre und seit mehr als 25 Jahren als Verkaufsleiter und Centerleiter im Automobilbereich im süddeutschen Raum tätig. Tel. 08224-801281 od.
0171-8134961. Nur mit hochmotivierten Mitarbeiter können wir die Krise meistern.

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