Dienstag, 22.05.2012
22.04.2008
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Sixt

Autovermieter auf Brautschau

Deutschlands größter Autovermieter Sixt steuert weiter auf Rekordkurs und sieht sich auch für größere Übernahmen gut gerüstet. "Wir werden prüfen, ob Wettbewerber so schwach auf der Brust sind, dass wir sie zu vernünftigen Preisen übernehmen können", sagte Konzernchef Erich Sixt am Dienstag in München. Dabei könne man "eigentlich jede Größenordnung stemmen, es kommt allerdings auf den Preis an". Wahrscheinlich seien daher eher kleinere Akquisitionen. Derzeit hält Sixt vor allem in Spanien, Frankreich und Großbritannien nach Übernahmekandidaten Ausschau. Auch ohne Akquisitionen werde Sixt aber die Auslandsexpansion vorantreiben und weiter zulegen. Für eine genaue Prognose für 2008 sei es derzeit zwar noch zu früh, sagte Sixt, betonte aber: "Die ersten Monate des Jahres 2008 stimmen uns sehr, sehr zuversichtlich. Wir werden im Ergebnis und auch im Umsatz über dem Rekordjahr 2007 liegen." Die Branche sei weiter von einem starken Konsolidierungsdruck zugunsten überregionaler Anbieter geprägt, sagte der Konzernchef. Wettbewerber litten nach Übernahmen durch Finanzinvestoren teils unter hohen Zinsbelastungen und schwachen Erträgen. Sixt sei es in diesem Umfeld gelungen, den Konkurrenten weitere Marktanteile abzunehmen. "Wir sehen die Lichter nicht einmal mehr im Rückspiegel, die Wettbewerber sind weit, weit weg", sagte der Konzernchef. Sein Unternehmen sieht sich in Deutschland mit 29 Prozent mit Abstand als Marktführer und europaweit als viertgrößter Anbieter mit zwölf bis 13 Prozent. 2007 hatte der Autovermieter seinen operativen Konzernumsatz aus Vermiet- und Leasinggeschäften um 14 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro gesteigert. Der Gesamtumsatz legte um 8,7 Prozent zu auf 1,57 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente Sixt 93,6 Millionen Euro, nach knapp 74 Millionen Euro im Vorjahr. Gewinnrückgang bei Sixt Leasing Sixt Leasing konnte nach eigenen Angaben den Vertragsbestand im In- und Ausland um rund zehn Prozent auf 65.500 steigern. Inklusive der Verträge der internationalen Franchisenehmer habe der Gesamtbestand 129.000 Leasingverträge erreicht (plus elf Prozent). Die Erlöse aus den Leasinggeschäften beliefen sich 2007 auf 373,7 Millionen Euro, ein Zuwachs von 7,4 Prozent. Inklusive der Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Leasingfahrzeuge lag der Gesamtumsatz laut Geschäftsbericht bei 557,4 Millionen Euro, 3,2 Prozent weniger als 2006. Der Vorsteuergewinn lag mit 11,9 Millionen Euro rund zwei Millionen unter dem Vorjahr. (dpa/ng)

 
 
 
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