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Prognose
Autozulieferer mit hohem Pleiterisiko
Die Gefahr für deutsche Autozulieferer, im kommenden Jahr in die Insolvenz zu rutschen, ist groß. Wie der Kreditversicherer Euler Hermes mitteilte, ist das Pleiterisiko für diese Betriebe in einem Branchenvergleich das zweithöchste in 2012 – nach Speditions- und Logistikfirmen und vor der Druckindustrie.
Nach Einschätzung von Euler-Hermes-Chefvolkswirt Romeo Grill dürften etwa 19 von 1.000 Kfz-Zulieferern in die Insolvenz gehen, das wären 14 Prozent mehr als in diesem Jahr. Zwar hätten die Unternehmen zuletzt kräftig vom Auto-Boom profitiert und ihre Produktion um 25 Prozent (2010) und dann noch einmal 17 Prozent gesteigert. Die Branche leide aber weiter unter strukturellen Problemen – "auch größere Firmen sind nicht vor Pleiten gefeit".
Nach einer Creditreform-Studie gehörten in diesem Jahr mit der Sellner GmbH (Innenraum-Oberflächen), der AKT Altmärker Kunststoff-Technik GmbH (Zierleisten, Blenden, Kopfstützen) und der Ymos-Gruppe (Türgriffe, Lenksäulenelemente, Gepäck- und Kofferraumsysteme) drei Automobilzulieferer zu den größten Firmenpleiten 2011 in Deutschland (wir berichteten).
Grill rechnet damit, dass in der gesamten deutschen Wirtschaft 2012 der Prognose zufolge zehn von 1.000 Betrieben (insgesamt 30 300) insolvent gehen könnten. Das würde einen leichten Rückgang um 0,7 Prozent bedeuten. Während die Zahl der Pleiten in der Industrie 2012 steigen dürfte – um 2,2 Prozent – dürften sie am Bau, im Handel und auch bei den Dienstleistungen zurückgehen, hieß es. (dpa/rp)
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(Foto: Jens Schlueter/ dapd)
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