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Top-100-Händlergruppen
AVAG ist umsatzstärkster Händler
Die AVAG Holding ist Deutschlands umsatzstärkster Händler. Wie das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen in seiner aktuellen Analyse "Die Top-100-Händlergruppen in Deutschland" feststellt, rangiert die Augsburger Handelsgruppe 2009 mit einem Umsatz von 1,23 Milliarden Euro vor der Emil Frey Gruppe Deutschland mit 1,2 Milliarden und der Gottfried Schultz GmbH mit einer Milliarde Euro.
Im Gegensatz zum Vorjahr erreichten damit insgesamt drei der gelisteten Top-100-Händlergruppen ein Umsatzvolumen von über einer Milliarde Euro. Die Wellergruppe konnte ihren Erlöse 2009 laut Analyse um 70 Millionen auf 900 Millionen Euro steigern und nähert sich damit dem Spitzentrio an.
Bedingt durch die unterschiedlichen Markenportfolios ergeben beim Umsatz-Ranking deutliche Verschiebungen gegenüber den absatzstärksten Händlern. Vor allem Händlergruppen mit einem hohen Anteil an Premiummarken rücken laut IFA Ranking deutlich weiter nach vorne, wie z. B. die Fahrzeugwerke Lueg (Mercedes), das Autohaus Jacob Fleischhauer (Audi/ Porsche) sowie Procar Automobile (BMW). Einen deutlichen Sprung nach oben machte auch die B. Widmann Beteiligungen GmbH aus Aalen. Im Vergleich zur Neuwagen-Wertung verbessert sich die Gruppe von Platz 56 auf den 23. Rang. Hier spiele das Markenportfolio (Mercedes, Volkswagen und Smart) eine nicht unwesentliche Rolle, so die Experten.
Insgesamt erwirtschafteten die Top-100-Händler im vergangenen Jahr mit 23,4 Milliarden Euro Umsatz 718 Millionen weniger als noch im Jahr 2008.
Weniger Beschäftigte als 2008
Mit insgesamt 2.930 (2008: 2.986) Beschäftigten belegt auch bei der Mitarbeiterzahl die AVAG Holding den ersten Platz vor Gottfried Schultz (1.788) und Emil Frey (1.648). Die Wellergruppe liegt mit 1.619 Mitarbeitern auf dem vierten Platz, direkt vor der Fahrzeugwerke Lueg AG. Im Durchschnitt beschäftigen die 100 größten Händlergruppen mit den meisten Mitarbeitern durchschnittlich 517 Kräfte, das sind 33 Beschäftigte weniger als noch im Jahr 2008. In der Summe verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiter von 55.041 im Jahr 2008 auf 51.668 Beschäftigte in 2009.
Betrachtet man den Umsatz je Mitarbeiter, so belegt auch in diesem Jahr das Autohaus Franz Strobel in Augsburg mit 1,24 Millionen Euro je Mitarbeiter den ersten Platz, gefolgt vom Autohaus Sessner (1,23 Millionen Euro) und Maschek Automobile (0,86 Millionen Euro). Insgesamt sei ein hoher Umsatz je Mitarbeiter als ein Indikator dafür anzusehen, wie stark das Verkaufsgeschäft gegenüber dem (beschäftigungsintensiven) Servicegeschäft gewichtet werde, erklärten die IFA-Forscher. Hohe Umsätze je Mitarbeiter deuten also auf eine starke Verkaufsorientierung, niedrige Umsätze je Mitarbeiter eher auf eine Serviceorientierung der Händlergruppe hin. (se)
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