Donnerstag, 02.09.2010
17.03.2008
Tarifverhandlungen

Bayerische IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Lohn

Die Tarifkommission der IG Metall Bayern hat für das bayerische Kfz-Handwerk eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 5,5 Prozent gefordert. In einer Mitteilung zeigte die Gewerkschaft die Bereitschaft, Verhandlungen mit dem im vergangenen Dezember neu gegründeten Tarifträgerverein aufzunehmen. Neben der Lohnerhöhung solle dort aber auch die Forderung durchgesetzt werden, sämtliche Tarifverträge des bayerischen Kfz-Gewerbes "unverändert" wieder inkraft zu setzen. Allen Betrieben, die der IG Metall momentan nicht als Mitglied des Tarifträgervereines bekannt sind, sei eine gleichlautende Forderung überstellt worden, hieß es weiter. Letzteres sei wegen einer möglicherweise notwendigen Arbeitskampffreiheit geboten. "Die IG Metall wird es nicht akzeptieren, dass die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes vom Tarifvertrag abgekoppelt werden und hierzu ggf. auch eine harte Auseinandersetzung führen", sagte Ludwig Huber, zuständiger Branchensekretär der IG Metall Bayern. Der Präsident des bayerischen Kfz-Gewerbes, Klaus Dieter Breitschwert, hatte bereits im Dezember die Bereitschaft zum Abschluss eines Flächentarifvertrags betont. Dieser müsse aber die Interessen aller bayerischen Kfz-Betriebe berücksichtigen, unabhängig von ihrer jeweiligen Größe und geografischen Lage. (ng)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

03. April 2008 21:31
U.Tölg meint:
Ich finde es absolut ungerecht das im KfZ-Handwerk in Bayern, als auch in anderen Bundesgebieten, dieser schwere und körperliche Anstrengende Beruf des Mechanikers/Mechatronikers nicht gewürdigt wird und eine solche Tarifflucht der Arbeitgeber aus dem Flächentarif statt findet. Die Arbeitgeber früherer Zeiten hatten nicht nur Zahlen im Kopf, sondern sahen auch die Person die für sie gemeinsam am Erfolg arbeiteten. Jetzt wird nur noch denn eh geringen Lohn der fast am Sozialhilfe Niveau in bestimmten Lohngruppen ist, immer mehr gekürzt. Ich frage mich wer die Arbeit in Zukunft machen wird unter solchen schlechten und unwürdigen Bedingungen. Der Präsident des bayerischen Kfz-Gewerbes, Klaus Dieter Breitschwert und sein Tariftägerverein, deren Mitglieder zum größten Teil nicht Bekannt sind sollten mal überlegen, gemeinsam gegen den Druck der Hersteller sich den letzten Cent nehmen zu lassen ohne sich zu wehren und dann das Geld weil es nun fehlt bei denen zu holen die eh schon kaum mehr was haben,ihren Mitarbeitern.Den wir sollen doch auch noch ein Auto von Ihnen Kaufen können oder? Als zurück zum Tarif und ein ordentlicher Abschluß der Zeichen setzt.

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