Samstag, 04.02.2012
03.09.2010
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Studie

Bei Autobauern rollt der Rubel

Die Autoindustrie hat weltweit die Krise überwunden und steuert auf Rekordgewinne zu. Autoexperte Stefan Bratzel geht nach der Analyse der vorliegenden Geschäftszahlen davon aus, dass die 18 größten Hersteller in diesem Jahr gemeinsam deutlich über 50 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern und Zinsen einfahren dürften. Möglicherweise könne sogar das Rekordjahr 2007 mit 53,5 Milliarden Euro übertroffen werden, heißt es in der am Freitag im "Handelsblatt" veröffentlichten Studie des Center of Automotive (CoA) der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach. 28 Milliarden Euro hätten die Firmen bereits in den ersten sechs Monaten eingefahren.

Im ersten Halbjahr haben insbesondere die beiden US-Giganten Ford und General Motors (GM) ein starkes Comeback hingelegt. Sie profitierten stark von der Erholung ihres Heimatmarktes und seien sehr gut im Wachstumsmarkt China positioniert. Die Entwicklung dieser beiden Märkte birgt nach Einschätzung Bratzels jedoch auch Risiken, da sich derzeit dort eine Abflachung abzeichne.

Mit rund 3,5 Milliarden Euro Gewinn stieg Ford in der ersten Jahreshälfte nach roten Zahlen im Vorjahr sogar zum Spitzenverdiener auf. Auch der vom US-Staat gerettete Konzern GM habe sich beim Gewinn auf den fünften Platz wieder vorgearbeitet und werde sich mit Toyota einen Wettstreit um die Krone des größten Herstellers liefern. Beide Firmen werden laut Bratzel in diesem Jahr jeweils rund acht Millionen Fahrzeuge bauen. Auf einem sicheren dritten Platz dürfte VW mit rund sieben Millionen Autos landen, gefolgt von Ford und Hyundai. Der Absatz der 18 großen Hersteller werde voraussichtlich gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent auf 58,8 Millionen Autos steigen.

Hyundai/Kia bei Profitabilität vorne

Am profitabelsten ist der Studie zufolge der koreanische Hyundai-Konzern mit einer Umsatzrendite von 8,7 Prozent. Auch die deutschen Hersteller schlagen sich hier hervorragend: So komme BMW auf 7,8 Prozent und der Daimler auf 7,1 Prozent. Der Pkw-Bereich Mercedes Car Group allein hatte im ersten Halbjahr bereits eine Rendite von 8,5 Prozent erreicht. VW kommt demnach auf rund fünf Prozent. (dpa)

 
 
 

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