Dienstag, 22.05.2012
17.05.2010
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Quartalsgewinn

Bei GM rollt der Rubel

General Motors (GM) spürt wieder festen Boden unter den Füßen: Der größte amerikanische Autobauer hat den ersten Quartalsgewinn seit 2007 eingefahren. Mit 865 Millionen Dollar fiel der Überschuss gleich üppig aus. Dank des besseren Geschäft in den USA stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 40 Prozent auf 31,5 Milliarden Dollar. In Europa, wo GM weiter um Staatshilfen für die Sanierung von Opel kämpft, gibt es dagegen immer noch tiefrote Zahlen. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel ein Verlust von 500 Millionen Dollar an, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Vor einem Jahr hatte GM auf dem Weg in die Insolvenz noch einen Quartalsverlust von sechs Milliarden Dollar verbucht. Die aktuellen Zahlen sind jedoch nicht wirklich vergleichbar mit jenen der Vorjahre. Der Konzern, der vergangenes Jahr nur mit Milliarden der US-Regierung gerettet werden konnte, ist drastisch geschrumpft. Faktisch gehört er derzeit dem US-Staat.

Eine verfehlte Modellpolitik, die Wirtschaftskrise und wachsende Kosten für Gesundheit und Pensionen der Angestellten hatten die einstige amerikanische Industrie-Ikone in den Ruin getrieben. Zehntausende Arbeitsplätze fielen weg, Werke machten dicht, Marken wurden abgestoßen oder eingestellt. GM hat mit seinen Fahrzeugen in den USA allerdings noch immer einen Marktanteil von 18,4 Prozent, weltweit sind es 11,2 Prozent.

Auch die Europa-Tochter ist ein anderes Unternehmen als vor einem Jahr: Nach dem Verkauf von Saab besteht das Europageschäft nur noch aus Opel mit Stammsitz in Rüsselsheim und dessen britischer Schwestermarke Vauxhall. Im Schlussquartal 2009 fuhr das Europa-Geschäft vor Zinsen und Steuern noch einen Verlust von 814 Millionen Dollar ein. Der Absatz hielt sich stabil: Von Januar bis Ende März verkauften Opel und Vauxhall nach GM-Zahlen 295.000 Fahrzeuge und damit leicht weniger als ein Jahr zuvor (297.000).

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: "Boden in Europa gutgemacht"

 
 
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